Deka setzt deutlich mehr Fonds ab
Das Investmenthaus der deutschen Sparkassen steigert den Fondsabsatz markant. Auch das Geschäft mit Zertifikaten zieht an. Tragende Säule des Aufschwungs im Privatkundengeschäft sind Sparpläne. In einem anderen Feld sieht die Deka ebenfalls Lichtblicke.
Der zentrale Wertpapierdienstleister der deutschen Sparkassen, die Deka, hat 2025 im Privatkundengeschäft einen Fondsabsatz in Höhe von 19 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einer Steigerung von 66 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Kunden investierten vor allem in Aktienfonds mit 5,9 Milliarden Euro, gefolgt von Rentenfonds mit 2,9 Milliarden Euro.
Eine hohe Nachfrage gab es auch bei Vermögensverwaltungslösungen, so die Deka. Deren Absatz habe sich gegenüber dem Vorjahr auf 4,5 Milliarden Euro fast versechsfacht. Bei offenen Immobilienfonds lagen die Nettomittelzuflüsse bei rund 100 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 300 Millionen Euro gewesen. Gleichwohl hebe sich die Deka "deutlich vom Marktumfeld ab", wie das Institut in der Mitteilung betont.
"Thema Altersvorsorge endlich angegangen"
Die Bruttovertriebsleistung bei Zertifikaten gibt die Deka für 2025 mit 16,4 Milliarden Euro an. Im Vorjahr waren es 15 Milliarden Euro gewesen. Der wesentliche Teil der Nachfrage sei mit 15,6 Milliarden Euro auf das Geschäft mit Privatkunden entfallen und hier überwiegend auf Festzins-Anleihen und Express-Zertifikate. Zudem hätten Privatanleger unter dem Strich 623.000 neue Wertpapiersparpläne abgeschlossen. Damit kletterte die Zahl der Sparpläne auf 8,8 Millionen. Die Zahl der Kundendepots überstieg erstmals die Marke von sechs Millionen.
"Wer Wohlstand wahren und fürs Alter vorsorgen will, kommt am privaten Wertpapiersparen nicht vorbei", meint Deka-Chef Georg Stocker. "Deshalb ist es gut, dass die Regierung das Thema Altersvorsorge endlich angeht und den Fokus auf die private Altersvorsorge als zusätzliche Säule richtet."
Institutionelles Geschäft neu ausgerichtet
Das bisherige Sorgenkind des Hauses, das Geschäft mit institutionellen Investoren, sieht die Deka nunmehr auf gutem Weg. Der Absatz von Fonds und Zertifikaten habe sich mit 6,3 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. "Die Neuausrichtung des institutionellen Geschäfts zeigt dabei zunehmend Wirkung", heißt es in der Mitteilung. Das verwaltete Vermögen im Asset Management gibt die Deka mit 431,4 Milliarden Euro an.
Die Erträge veränderten sich im Laufe des vergangenen Jahres nur geringfügig von 2,22 auf 2,42 Milliarden Euro. Deutlicher stiegen die Aufwendungen, und zwar von 1,33 auf 1,46 Milliarden Euro. Gründe seien der Personalaufbau, tarifliche Gehaltssteigerungen und Investitionen in das Geschäftsmodell.
Höhere Risikovorsorge
Das kumulierte Finanzergebnis aus Handelsbuch- und Bankbuchbeständen habe sich auf 250,8 Millionen Euro erhöht, nach 143,5 Millionen Euro im Vorjahr. Eine deutlich höhere Risikovorsorge im Jahre 2025 begründet die Deka damit, dass es 2024 "deutliche Auflösungen bei den Portfoliowertberichtigungen", gegeben habe, "wodurch die Zuführung zur Risikovorsorge im Jahresvergleich höher ist". Einzelwertberichtigungen wiederum hätten unter dem Vorjahreswert gelegen. (ert)















