Dadat-Chef Huber: "Das ist unser Markt"
Der Onlinebroker Dadat legt im Wettbewerb mit Neobrokern und Kryptoplattformen nach und drückt auf die Preise. CEO Ernst Huber kritisiert im Gespräch die eingeschränkten Angebote der Neo-Konkurrenz.
Ernst Huber, Chef der zu Schelhammer Capital gehörenden Brokermarke Dadat, hat heuer in mehreren Schritten signalisiert, dass er im Wettbewerb um Marktanteile nicht locker lässt. Seit Jänner können Kunden über das Portal 50 Kryptoassets handeln – sowohl als Derivate (ETCs) als auch als Realwerte. Und unlängst kündigte Huber an, dass er die Depotgebühren streicht, wobei Einnahmen künftig ausschließlich über Transaktionen erzielt werden.
"Wir können uns nicht erlauben, dass der Kunde zu einem Mitbewerber geht, weil es dort Kryptos gibt. Ein Kunde muss bei uns alles finden, was er braucht", so Huber in einem Artikel, der in voller Länge in der Heftausgabe von FONDS professionell erschienen ist.
Kryptowerte als Aufhänger
Laut Oesterreichischer Nationalbank besaßen 2025 vier Prozent der österreichischen Haushalte Kryptowerte. Zum Vergleich: Direkt in Fonds investieren zwölf Prozent der Haushalte, in Aktien sechs Prozent und in Anleihen drei Prozent.
Im Gespräch mit der Redaktion hinterfragte Huber das Angebot von Neobrokern und Kryptoplattformen, das aus seiner Sicht nicht immer im Sinne der Anleger sei. "Neobroker bieten oft eine Light-Version an. Da gibt es nur einen Börseplatz, und die Instrumente sind überschaubar", sagt er. Dadat biete rund 40 Handelsplätze weltweit, darunter Börsen in den USA, Japan oder Australien. Da müsse sein Haus den Kunden noch mehr die Liquiditäts- und Preisvorteile erklären, die die Börsenvielfalt nach sich zieht.
Kosten
Zudem sei für Anleger die Preisgestaltung bei den neuen Marktteilnehmern schwer zu durchschauen. Kostenlose Angebote werden häufig über höhere Spreads finanziert (größere Differenzen zwischen Kauf- und Verkaufskursen).
Die Dadat, hinter der die Schelhammer als Vollbank steht, will bei den Kunden das Leistungsspektrum einer Bank (Giro-, Sparkonto, Kredit etc.) hervorstreichen. Dennoch: Wer das kostensensible junge Publikum noch vor dem Sprung zur Konkurrenz abfangen will, muss im Preisgefecht mithalten.
"Wir müssen so spannend sein für die Jungen, dass sie nicht auf die Idee kommen, die eingeschränkte Version der Mitbewerber zu nutzen, die gerade nach Österreich strömen", so Huber. "Das ist unser Markt, da müssen wir auch drauf schauen", gibt er sich kämpferisch. (eml)
Den gesamten Artikel lesen Sie in der Heftausgabe 1/2026 von FONDS professionell ab Seite 196 oder nach Anmeldung hier im E-Magazin.















