Das Berliner Investment-Start-up Raisin DS ist am vergangenen Dienstag (3. August) Opfer einer Cyber-Attacke geworden, wie das Branchenportal "Finanz-Szene.de" berichtet. Vom Datenklau sei allerdings nicht das Einlagen-Brokerage mit Portalen wie "Weltsparen" und "Zinspilot" betroffen gewesen, sondern das weitaus kleinere Geschäftsfeld für Altersvorsorge "Raisin Pension", vormals "Fairr". Den Hackern sei es gelungen, zahlreiche Kundendaten zu ergaunern, darunter etwa Personenstammdaten, die IBAN-Nummer des Referenzkontos, weitere Vertragsdaten sowie "Hashes", mit denen Passwörter rekonstruiert werden können.

Wie viele Kunden der Altersvorsorge-Sparte betroffen sind, wollte Raisin DS gegenüber "Finanz-Szene.de" nicht offenlegen. Zwar betonte das Fintech in einer Mitteilung an die Kunden, das Depotvermögen sei dank der Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht gefährdet und das Datenleck mittlerweile behoben. Dennoch sei es bereits zu vereinzelten Phishing-Versuchen gekommen. "Bislang sind uns vereinzelte Fälle bekannt, in denen Kundendaten zur Kontaktaufnahme über Spam-E-Mails oder Telefonanrufe verwendet wurden", schreibt Raisin DS auf seiner Website. Raisin-Kunden werden daher dazu aufgerufen, ihr Passwort zu ändern und auf ungewöhnliche Bewegungen auf ihrem Referenzkonto zu achten. (fp)