Der Einbruch an den Aktienmärkten, zu dem es im März dieses Jahres aufgrund der Corona-Pandemie kam, hat auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) stark getroffen. Für das erste Quartal 2020 hat die Notenbank ein Minus von 38,2 Milliarden Franken (36,3 Milliarden Euro) gemeldet, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Im Vorjahresquartal hatte die SNB im selben Zeitraum noch einen Gewinn in Höhe von 30,7 Milliarden Franken (29,1 Milliarden Euro) verzeichnet. 

Die SNB ist eine der wenigen Notenbanken der Welt, die börsennotiert sind und Devisenreserven auch selbst kräftig in Aktien anlegt. Schwankungen in den Ergebnissen, welche die Schweizer Währungshüter quartalsweise veröffentlichen, seien daher nichts Ungewöhnliches, schreibt die FAZ. Schließlich kommen diese durch die stichtagsbezogene Bewertung des enormen Devisen-, Aktien-, Anleihen- und Goldbestandes der Zentralbank zustande und sind maximal ein Nebeneffekt ihrer Geld- und Währungspolitik. 

Bewertungsgewinn auf den Goldbestand
Durch den Absturz der globalen Aktienmärkte um 22 Prozent im ersten Quartal 2020 haben die Titel im Besitz der Schweizer Nationalbank der FAZ zufolge fast 32 Milliarden Franken (30,4 Milliarden Euro) an Wert verloren. Ende Dezember 2019 lag ihr Gesamtwert noch bei knapp 160 Milliarden Franken (152 Milliarden Euro). Die wechselkursbedingten Verluste aufgrund der Erstarkung des Frankens beziffert die Notenbank nach Angaben der FAZ in ihrem Quartalsbericht auf 17,1 Milliarden Franken (16,3 Milliarden Euro). Der Anstieg des Goldpreises habe hingegen zu einem Bewertungsgewinn von 2,8 Milliarden Franken (2,7 Milliarden Euro) auf den Goldbestand der SNB geführt. (am)