Die europäische Assekuranz muss sich warm anziehen: Der chinesische Versicherungsriese Ping An denkt darüber nach, nach Europa zu expandieren. Im Fokus dieser Überlegungen stehe der deutsche Markt, zitiert die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) Innovationschef Jonathan Larsen. "Wir betrachten Deutschland als Herz der europäischen Insurtech-Szene", so Larsen.

Die meisten europäischen Versicherer sehen Insurtechs bislang nicht als ernstzunehmende Bedrohung. Anders sähe es mit einem Markteintritt von Ping An und dessen Direktversicherer Zhong An aus. Der chinesische Konzern ist in puncto Digitalisierung deutlich weiter als viele europäische Konkurrenten. Noch ist allerdings unklar, wann und in welcher Form Ping An in Europa angreifen will.

Alles aus einer Hand
Der Gigant aus China beschäftigt nach eigenen Angaben rund 25.000 Programmierer und hat um sich herum ein Netz aus digitalen und analogen Angeboten gewoben. Er betreibt unter anderem einen Gesundheitsdienstleister und eine Klinikplattform, besitzt zudem den größten privaten Krankenversicherer Chinas sowie eine Auskunftei, einen Cloud-Anbieter und das führende chinesische Gebrauchtwagenportal. Solche Angebote könnten auch in Europa gut ankommen. (fp)