Die Dynamik bei den Konsolidierungen im österreichischen Private Banking bleibt weiter hoch. Jüngst verkündeten UBS und Credit Suisse nur kurz nacheinander den Rückzug aus dem österreichischen Private Banking. Auch der Grazer Finanzkonzern Grawe verschlankt seine Strukturen in einem Umfeld steigender Regulierungsaufwände. Die beiden zur Unternehmensgruppe gehörenden Privatbanken Schelhammer & Schattera und Capital Bank werden fusionieren.

Ab Herbst sollen beide mit nur einer Banklizenz und unter einem gemeinsamen neuen Namen auftreten, so Constantin Veyder-Malberg, Vorstand der Capital Bank. Der neue Name wird später kommuniziert. "Während Schelhammer & Schattera für Ethik stand, war die Capital Bank immer die 'Unternehmerische'. Mit der Vereinigung sollen beide Werte in einer Bank optimal verbunden werden", so Veyder-Malberg.

Regulatorik und IT
Ziel der Fusion sei es, Ressourcen zu sparen in einer Umgebung steigender regulatorischer und technischer Aufwände. Die Institute hätten eine sehr gute Kapitalausstattung und kommen gemeinsam laut Vorstand Veyder-Malberg mit einer Eigenkapitalquote von rund 25 Prozent auf das Doppelte der gesetzlichen Erfordernisse.

Das 1832 gegründete Bankhaus Schelhammer & Schattera gilt als älteste noch existierende Wiener Privatbank. Im Jahr 2015 wurde das Institut von der Grawe Gruppe übernommen. Schelhammer hatte lang ein Alleinstellungsmerkmal mit ihrem historisch gewachsenen Fokus auf Ethik und Nachhaltigkeit. Beides wird seit einigen Jahren auch von anderen Anbietern immer stärker bedient. (eml)