Buffetts letzter großer Umbau: Überraschender Einstieg bei Tech-Riesen
Berkshire Hathaway hat im dritten Quartal kräftig umgeschichtet: Während Warren Buffett bei Apple und Bank of America erneut Bestände reduzierte, setzt der Milliardenkonzern nun überraschend auf Alphabet – und baut weitere Positionen gezielt aus.
Warren Buffetts Berkshire Hathaway hat im dritten Quartal 17,9 Millionen Aktien der Google-Mutter Alphabet erworben. Wie aus einer am Freitag (14.11.) veröffentlichten Pflichtmitteilung hervorgeht, entspricht die Beteiligung 0,31 Prozent der ausstehenden Aktien und hatte zum Börsenschluss einen Wert von rund 4,9 Milliarden US-Dollar. Die Alphabet-Aktie legte im nachbörslichen Handel um 1,7 Prozent auf 281 Dollar zu.
Buffett setzt weiterhin Liquidität ein
Der 95-jährige Buffett, der zum Jahresende als Vorstandschef zurücktreten will, findet weiter Wege, Teile des rekordhohen Berkshire-Kassenbestands zu investieren. Dieser war zum Quartalsende auf 382 Milliarden Dollar gestiegen.
Das Konglomerat aus Omaha hatte zuletzt eine Vereinbarung zum Kauf des Petrochemiegeschäfts von Occidental Petroleum für 9,7 Milliarden Dollar geschlossen und eine Beteiligung im Wert von 1,6 Milliarden Dollar an der United Health Group aufgebaut. Zudem kaufte Berkshire 4,3 Millionen Aktien des Versicherers Chubb hinzu, womit der Wert dieser Position zum Quartalsende bei 8,8 Milliarden Dollar lag.
Trotz einzelner Zukäufe blieb Berkshire im Berichtszeitraum unter dem Strich Verkäufer und trennte sich von Aktien im Wert von 6,1 Milliarden Dollar.
Apple reduziert, Bank of America gesenkt
Berkshire verringerte seine Apple-Beteiligung um 15 Prozent. Diese Position hatte zum Stichtag 30. September noch einen Wert von 60,7 Milliarden Dollar – Apple steht damit weiterhin für nahezu ein Viertel des gesamten Aktienportfolios. Außerdem verkaufte Berkshire 37,2 Millionen Aktien der Bank of America und hält nun noch einen Anteil von 7,7 Prozent an dem Institut. (mb/Bloomberg)














