Investmentlegende Warren Buffett hat im ersten Quartal 84 Prozent seiner Anteile an der US-Bank Goldman Sachs verkauft, wie aus einer Pflichtmitteilung seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway an die Börsenaufsicht hervorgeht. Die Aktie von Goldman Sachs büßte im ersten Quartal rund 15 Prozent ein und befindet sich aufs Jahr gesehen etwa 27 Prozent im Minus, wie das "Handelsblatt" berichtet. Somit sind die bei Buffett verbleibenden 1,9 Millionen Anteile noch 330 Millionen Dollar wert. Zudem kürzte Berkshire seinen Anteil an JP Morgan Chase um drei Prozent.

Erst Anfang Mai verkündete Buffett im Rahmen der virtuellen Berkshire-Hauptversammlung, dass er alle seine Airlines-Beteiligungen – Delta Air Lines, American Airlines, Southwest Airlines und United Airlines – verkauft hat. Bei Zukäufen hingegen hält sich die Investmentlegende sehr zurück, obwohl sich die Cash-Reserven von Berkshire im ersten Quartal auf dem schwindelerregenden Rekordwert von 137 Milliarden Dollar befinden. Erhöht wurde lediglich der Anteil an der regionalen Bank PNC – und Buffett kaufte eigene Aktien in Höhe von rund 1,7 Milliarden Dollar zurück. (mb)