Der britischen Fondsgesellschaft M&G ist im ersten Halbjahr 2025 unter dem Strich 2,1 Milliarden Pfund an frischem Geld zugeflossen. Dies teilte das Unternehmen mit. Damit hat das britische Traditionshaus so hohe Nettomittelzuflüsse wie seit Jahren nicht mehr verzeichnet. Der Großteil der Zuflüsse entsprang dem internationalen Geschäft mit institutionellen Anlegern. Kunden aus diesem Segment vertrauten dem Haus 3,2 Milliarden Pfund an Neugeld an.

Auch im Wholesale-Geschäft konnten die Briten in den ersten sechs Monaten des Jahres frisches Geld einsammeln. Unter dem Strich flossen hier 0,7 Milliarden Pfund zu. Im Heimatmarkt hat M&G aber immer noch mit einer Schwäche im Geschäft mit institutionellen Anlegern zu kämpfen. Investoren zogen hier 1,3 Milliarden Pfund ab. Dank der Zuflüsse sowie der Marktentwicklung kletterte das verwaltete Vermögen auf 354,6 Milliarden Pfund. Per Ende 2024 waren es 345,9 Milliarden Pfund gewesen.

Internationalisierung eingeleitet
Das Haus rang über Jahre mit einer Absatzschwäche – auch durch eine maue Performance von Schlüssel-Strategien bedingt. Diese scheint nun jedoch weitgehend überwunden. Daneben hatte das Haus ein Sparprogramm gestartet und seine Strukturen vereinfacht. Ein weiterer Schritt war der Ausbau des internationalen Geschäfts, das die schwierige Lage in Großbritannien ausgleichen sollte.

"Das Wachstum wurde durch die Performance unserer Strategien und unsere fortschreitende internationale Expansion unterstützt", kommentierte M&G-Gruppenchef Andrea Rossi die Ergebnisse. Aktuell würden 58 Prozent des im Bereich Asset Management für externe Klienten verwalteten Vermögens von internationalen Kunden stammen. Vor fünf Jahren habe der Anteil nur bei 37 Prozent gelegen. (ert)