Unter dem Radar der Öffentlichkeit avancierte der geheimnisumwitterte Brite Ian Osborne mit seinem Fonds Hedosophia in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Fintech-Geldgeber rund um den Globus. Eines seiner aktuellsten Investments betrifft Deutschlands führenden Robo-Advisor Scalable Capital, wie Recherchen des Fachportals "Finance Forward" und des Wirtschaftsamagazins "Capital" ergeben haben. Besonders interessant dabei ist der wichtigste Geldgeber von Hedosophia: der Milliardär Michael Bloomberg, Ex-Bürgermeister von New York und Gründer der gleichnamigen Nachrichtenagentur.

Neben globalen Big Playern wie dem chinesischen Fintech "Ant Financial", dem US-Versicherungs-Startup "Oscar" oder dem britischen Überweisungdienstleister "Transferwise" ist Hedosophia auch noch an weiteren deutschen Unternehmen beteiligt – darunter die Smartphone-Bank N26 und die Zinsplattform Raisin (im deutschsprachigen Raum unter "Weltsparen" bekannt). Größter Einzelinvestor von Scalable bleibt allerdings der US-amerikanische Vermögensverwalter Blackrock, der ein Drittel der Anteile hält. Ein weiteres Drittel entfällt auf Tengelmann, Holtzbrinck und Hedosophia, das verbleibende Drittel teilen sich die Gründer und Mitarbeiter auf. (mb)