Schaut man sich in den Vorstandsetagen großer Unternehmen um, dann ist das Bild vor allem: alt, weiß und männlich. Die US-Beteiligungsgesellschaft Blackstone will das ändern und hat sich dafür stramme Vorgaben gestellt: In Zukunft soll in den Vorständen von Unternehmen, an denen sich der Investor mehrheitlich beteiligt, jedes dritte Mitglied "divers" sein, also eben nicht männlich oder heterosexuell. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ).

Die Ankündigung bezieht sich auf alle neuen Investments, bei denen das Beteiligungsunternehmen die Mehrheit erwerben will. Die Unternehmen haben ein Jahr, um dieses Ziel zu erreichen. Und auch danach will Blackstone vierteljährlich überprüfen, ob ihr Investment die geforderte Quote weiterhin erfüllt. Diversität steht für den Investor dabei für "Rasse, Geschlecht und sexuelle Orientierung". Vorgaben für die Aufteilung auf diese Kategorien gibt es nicht.

Diversität stärkt Firmenkultur
Darüber hinaus will das Unternehmen ein Karriere-Programm namens "Career Pathways" starten, das Menschen unterstützen soll, die aufgrund ihrer Herkunft, ihrer Religion, sexuellen Orientierung, ihres Geschlechts, einer Behinderung oder ihres Alters benachteiligt sind. Damit will Blackstone auch in den eigenen Reihen die Diversität im Unternehmen steigern. "Vielfalt, Gleichheit und Inklusion sind für Blackstone seit langem eine Priorität und sind entscheidend für unsere Firmenkultur und unseren Erfolg", zitiert die FAZ Farhad Karim, Senior Managing Director für Blackstone. (fp)