Auch Blackrock kann sich den negativen Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten infolge von Ukraine-Krieg und galoppierender Inflation nicht entziehen. Das verwaltete Vermögen des größten Asset Managers der Welt schrumpfte im dritten Quartal des laufenden Jahres gegenüber dem Vorjahr um 16 Prozent auf 7,96 Billionen US-Dollar, die Erträge sanken um 15 Prozent auf 4,31 Milliarden Dollar. Hier spielte auch der starke US-Dollar eine große Rolle. Dennoch blieb unterm Strich noch ein Nettogewinn von 1,41 Milliarden Dollar, wie der Vermögensverwalter am Donnerstag mitteilte. 

Trotz des schwierigen Marktumfeldes konnte Blackrock Nettomittelzuflüsse erzielen. Insgesamt flossen dem Vermögensverwalter unterm Strich 16,9 Milliarden Dollar zu, nach 75,3 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Schaut man genauer hin, so zeigt sich, dass Kunden vor allem im Geldmarktbereich Mittel abzogen (40 Mrd. Dollar), während in andere Produkte insgesamt 65 Milliarden Dollar flossen. Stark war erneut das Segment der börsengehandelten Indextracker (ETF): 22 Milliarden Dollar steckten Anleger in die passiven Produkte der ETF-Sparte iShares. Ferner vertrauten institutionelle Anleger Blackrock unterm Strich 48 Milliarden Dollar an, vor allem für aktiv gemanagte Produkte. Zudem gab es eine große Nachfrage nach der Risikomanagementplattform Aladdin. (jb)