Blackrock streicht konzernweit Hunderte Stellen und folgt damit dem Beispiel anderer Wall-Street-Unternehmen, die in den vergangenen Wochen ihre Belegschaften verkleinert haben. Informierten Kreisen zufolge betrifft der Stellenabbau rund ein Prozent der weltweiten Mitarbeiterzahl, was etwa 250 Beschäftigten entspricht. Betroffen seien unter anderem Angestellte aus den Investment- und Vertriebsteams, hieß es.

"Blackrock zu verbessern, ist eine ständige Priorität", erklärte ein Unternehmenssprecher. "Jedes Jahr treffen wir Entscheidungen, um sicherzustellen, dass unsere Ressourcen mit unseren Zielen im Einklang stehen und dass wir heute und in Zukunft gut aufgestellt sind, um unsere Kunden zu betreuen."

Strategischer Fokus auf alternative Anlagen
Unter Konzernchef Larry Fink treibt Blackrock den Umbau des weltweit größten Vermögensverwalters weiter voran und setzt dabei verstärkt auf alternative Anlagen. Nach dem Abschluss der Übernahme des Private-Credit-Spezialisten HPS Investment Partners im Juli für zwölf Milliarden US-Dollar hat Blackrock mit der Integration neuer Führungskräfte begonnen. Zudem bereitet das Unternehmen die Einführung neuer Fonds für wohlhabende Privatanleger vor.

Wiederholte Stellenkürzungen
Bereits im vergangenen Jahr hatte Blackrock zwei Runden von Stellenkürzungen durchgeführt und dabei jeweils rund ein Prozent der Belegschaft abgebaut, wie die Nachrichtenagentur "Bloomberg" damals berichtete.

Am 15. Januar legt Blackrock die Zahlen für das vierte Quartal vor. Ende September beschäftigte der Konzern rund 24.600 Mitarbeiter und verwaltete Vermögenswerte in Höhe von etwa 13,5 Billionen Dollar.

Weitere Einschnitte an der Wall Street
Der Stellenabbau bei Blackrock ist Teil einer breiteren Entwicklung in der Finanzbranche. Die Citigroup wird in dieser Woche dem Vernehmen nach etwa 1.000 Stellen streichen. Auch die UBS plant in diesem Monat eine weitere Runde von Kürzungen. Weitere Entlassungen sollen im Laufe des Jahres folgen, wenn IT-Systeme der übernommenen Credit Suisse abgeschaltet werden. (mb/Bloomberg)