Der US-Vermögensverwalter Blackrock hat eine "strategische Partnerschaft" mit der niederländischen Rabobank geschlossen. Im Zuge dieser Kooperation wird Blackrock Fonds auflegen, die exklusiv über das Amsterdamer Institut vertrieben werden.

Die neuen Produkte würden dabei helfen, die Anlagekosten für die Beratungskunden der Bank zu senken, lässt sich Bart Horsten, der Wealth-Management-Chef der Rabobank, in einer Pressemitteilung zitieren.

Fonds berücksichtigen Nachhaltigkeitskriterien
Ein erstes Produkt soll im November lanciert werden. In den kommenden Monaten sollen weitere Fonds folgen. In den Anlagebedingungen werden Nachhaltigkeitskriterien eine wichtige Rolle spielen, betont die Rabobank.

Der US-Vermögensverwalter lege nicht nur die Fonds auf, sondern stelle der Bank auch Technologie und Risikomanagement über seine IT-Plattform "Aladdin" zur Verfügung, heißt es in der Mitteilung.

Enge Kooperationen mit Banken gewinnen an Bedeutung
Für Blackrock bedeutet die Kooperation eine weitere "strategische Partnerschaft" mit einer Bank. In Deutschland kooperiert der Vermögensverwalter beispielsweise eng mit der Commerzbank (FONDS professionell ONLINE berichtete). Branchenkennern zufolge spielen derartige Formen der Zusammenarbeit eine zunehmend wichtige Rolle im Fondsvertrieb. Die Banken sind in vielen europäischen Ländern der wichtigste Vertriebskanal der Asset Manager. Doch zahlreiche Institute haben sich vom einst verfolgten Ansatz der "offenen Architektur" verabschiedet – sie kooperieren lieber eng mit ausgewählten Produktpartnern.

"Die Fähigkeit, in einem zunehmend komplexen Umfeld gemeinsam mit Kunden Investmentangebote zu gestalten, war noch nie so wertvoll wie heute", sagte Michael Gruener, der den Wealth-Bereich von Blackrock in der EMEA-Region verantwortet. (bm)