Kryptoassets haben das Vertrauen der Investoren nach dem Platzen der Blase im Vorjahr wieder gewonnen. Der Kurs der "Leitwährung" Bitcoin hat sich von einem Tief bei gut 2.800 Euro Ende 2018 auf derzeit mehr als 10.000 Euro verteuert. Auch die Wiener Plattform Bitpanda profitiert offenbar von der neuen Zuversicht. Bei einem sogenannten Initial Exchange Offering (IEO), wurden Token im Wert von 43,6 Millionen Euro verkauft.

Investoren bekommen Vergünstigungen und hoffen auf Wertzuwachs
Bitpanda will mit dem Geld seine Expansion vorantreiben. Die Investoren sollen mit den Token, die unter dem Namen "Best" ausgegeben wurden, Vergünstigungen bei der Nutzung der Bitpanda-Plattform erhalten – etwa Ermäßigungen bei Tradinggebühren. Außerdem rechnen sie mit einer Wertsteigerung, die eintreten könnte, wenn die Nachfrage nach Bitpanda-Leistungen zunimmt.

Das Unternehmen hat heuer eine Konzession der Finanzmarktaufsicht FMA als Zahlungsinstitut erhalten. Der Plan ist, kryptobasierte Finanzdienstleistungen auszubauen, beziehungsweise diese mit der Welt der traditionellen Finanzprodukte zu verschränken. So ist unter anderem ein Bitcoin-Sparplanmodell und ein Goldinvestment verfügbar. Zu konkreten neuen Services gibt sich das Unternehmen bedeckt. Möglich wäre aber theoretisch auch die Ausgabe von Krypto-Debitkarten.

Vom Broker zur Börse
Der Token-Verkauf wurde diese Woche beendet. Die 43,6 Millionen Euro wurden in einem Privatverkauf (Mindesanlagesumme 50.000 Euro) und in einem rund ein Monate dauernden öffentlichen Angebot eingenommen. Mit Ende der Ausgabe wurde auch die neue Handelsplattform Bitpanda Global Exchange (GE) verkündet. Bitpanda, das als Broker für Kryptowährungen begann, entwickelt sich damit zur Börse, auf der Kryptowährungen untereinander und Fiatwährungen in Kryptos getauscht werden können.

Bitpanda GE ist laut einer Aussendung für "erfahrene Trader, Experten und Institutionen" gedacht. Ziel sei es, die größte Euro-Börse für Kryptowährungen zu schaffen, heißt es in einer Aussendung.Derzeit hat das Unternehmen nach Eigenangaben rund eine Million Nutzer. (eml)