"Unser CEO Lukas hat geheiratet. Abseits von Glückwünschen haben wir die Chance ergriffen zu zeigen, wie man Blockchain-Technologie im juristischen Bereich einsetzt", verlautet das Grazer Unternehmen Block42 auf seiner Homepage. Lukas Götz und seine Frau hätten den bisher ersten auf der Blockchain basierenden Smart Wedding Contract im deutschsprachigen Raum geschlossen, heißt es.

Dynamischer Vertrag
Der Vertrag wachse mit der Ehe laufend mit. Sowohl Ehefrau als auch -mann sind mit einem eigenen Ethereum-Wallet ausgestattet. Die Wallets sind mit dem digitalen Ehevertrag verknüpft. Anders als bei einem herkömmlichen Ehevertrag können im Smart Wedding Contract Vermögensgegenstände wie ein Auto oder ein Haus laufend hinzugefügt oder entfernt werden. Dieser "dynamische Vertrag" regle gleichzeitig das Anteilsverhältnis der Vermögensgegenstände. Die Abwicklung im Falle einer Scheidung könne dann weitestgehend automatisiert ablaufen.

Komplett automatisiert ist der Prozess aber noch nicht. Damit der Blockchain-Vertrag seine Gültigkeit erlangt, ist nach derzeitiger gesetzlicher Lage in Österreich ein physischer Vertrag nötig. Der Gesetzgeber sei gefordert, damit blockchain-basierte Smart Contracts selbst künftig rechtlich bindend werden können, so Götz.

Nutzung im Alltag
"Die Anwendungsfälle der Blockchain-Technologie sind in der Allgemeinheit noch immer weitestgehend unbekannt", so Götz, der davon ausgeht, dass die Technologie künftig Standard für sämtliche Vertragsarten wird. Der blockchain-basierte Ehevertrag zeige, wie man die Technologie für die Abwicklung alltäglicher Rechtsangelegenheiten nutzen kann.

Block42 versteht sich als Blockchain-Fullservice-Dienstleister und betreut Unternehmen von der Schulung über die strategische Konzeptentwicklung, dem Prototyping bis hin zur Implementierung der Blockchain-Technologie. (eml)