Scalable Capital hat einen weiteren Kooperationspartner gewonnen und dadurch sein B2B-Geschäft erweitert. Der größte deutsche Online-Vermögensverwalter wird offensichtlich für einen geplanten Robo der britische Großbank Barclays die IT-Strecke stellen. Über die Zusammenarbeit hatte zuerst der Branchendienst "Finanz-Szene.de" berichtet, Barclays hat diese in einer Mitteilung nun grundsätzlich bestätigt. Chef der Barclays-Einheit, die hinter dem Robo steht, ist Dirk Klee, ehemaliger Chef für die Regionen Deutschland, Österreich und Osteuropa bei Blackrock.

Nach Angaben von Barclays richtet sich der neue, in Großbritannien angebotene, digitale Service "Plan & Invest" an Kunden, die mindestens 5.000 Britische Pfund (5.500 Euro) investieren können. Das Geld soll in einen "maßgeschneiderten Investmentplan" fließen, der einmal im Jahr darauf hin überprüft wird, ob er den Entwicklungen an den Märkten und den Kundenwünschen gerecht wird. Die Bank übernimmt der Mitteilung zufolge das Management des Geldes mittels passiver und aktiver Fonds, sodass Scalable wohl die IT verantwortet.

Schon mehrere Großkunden
Mit Barclays hat sich die 2014 gegründete Münchner Gesellschaft einen weiteren Großkunden an Land gezogen. Neben Barclays "Plan & Invest" basieren die Lösungen zur digitalen Vermögensverwaltung der Raiffeisen Bankengruppe Österreich, der Targobank und der spanischen Openbank auf der technischen Plattform von Scalable Capital. Zudem hat das Unternehmen Partnerschaften mit ING Deutschland und Siemens Private Finance und betreibt die Plattform für Oskar, der digitalen Vermögensverwaltung für Familien. (jb)