Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors bereitet auch in Europa den Einstieg in das Geschäft mit börsengehandelten Fonds (ETFs) vor. Dies berichtet der Branchendienst "ETF Stream" und beruft sich auf mit den Vorgängen vertraute Personen. Demnach führt die Fondstochter des Versicherungskonzerns Verhandlungen über die Auflage aktiver ETFs im UCITS-Format. Der Asset Manager hatte im Mai 2025 die Auflage von aktiven ETFs in Taiwan angekündigt.

"Wir äußern uns grundsätzlich nicht detailliert zu unseren aktuellen Produktentwicklungen, stehen der Möglichkeit aber offen gegenüber, unsere erfolgreiche aktive ETF-Palette, die wir im vergangenen Jahr in Taiwan eingeführt haben, auf Europa auszuweiten", teilte die Versicherungstochter auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit. Das Haus prüfe regelmäßig seine Produktpalette, um sicherzustellen, "dass sie den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht wird", so die Gesellschaft weiter. "Über wesentliche Neuerungen in unserem Produktangebot werden unsere Kunden und Partner zum geeigneten Zeitpunkt als Erste informiert."

In Europa noch in der Nische
Aktive ETFs gelten als aussichtsreiches Feld des ETF-Markts. In den USA hat das Segment bereits einen erheblichen Teil der Nettomittelzuflüsse ergattert. In Europa und Asien rangieren börsengehandelte Fonds mit Elementen des aktiven Managements noch in einer Nische. Der Großteil der Mittelzuflüsse entfällt hier noch auf passive ETFs. Doch auch hier sind die Wachstumsraten aktiver ETFs hoch.

Immer mehr traditionelle Fondsanbieter haben angekündigt, aktive ETFs auflegen zu wollen. So starteten Columbia Threadneedle, UBS Asset Management sowie die britischen Fondshäuser Schroders und M&G börsengehandelte Fonds, ebenso Jupiter oder DJE Kapital. Zuletzt hat auch Acatis-Gründer Hendrik Leber angekündigt, den Schritt Richtung ETFs einleiten zu wollen. (ert)