Bawag tauft deutsche Barclays um – und will Broker starten
Die britische Bank Barclays hat ihr Kreditkarten-Geschäft in Deutschland an die österreichische Bawag-Gruppe verkauft. Diese firmiert den Bereich nun um. Zudem sollen neue Dienste hinzukommen, etwa ein Online-Broker.
Die österreichische Bank Bawag benennt das bislang unter der Marke Barclaycard und Barclays Bank Europa firmierende Deutschland-Geschäft um. Ab Februar 2026 soll der Bereich unter dem Namen Easybank auftreten. Dies teilte die Bawag mit. Das Institut mit Hauptsitz in Wien hatte 2025 das Kreditkarten-Geschäft in Deutschland von der britischen Bank Barclays übernommen. Der Deal war im Juli 2024 angekündigt worden.
"Easybank ist in Österreich bereits eine etablierte Direktbank-Marke", meint Sat Shah, Leiter der Digitalbank sowie Vize-Chef der Bawag-Gruppe. "Die Voraussetzungen sind exzellent, um auch in Deutschland unter diesem Dach das erfolgreiche Geschäft auszubauen." Die Entwicklung seit der Übernahme sei "bereits besser als erwartet", berichtet Shah weiter. "Unser Fokus liegt nun darauf, die Weichen für weiteres Wachstum in Deutschland zu legen."
Einstieg in Online-Brokerage geplant
Derzeit würden alle Systeme auf die technische Infrastruktur der Bawag übertragen. Dieser Prozess soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen sein. Spätestens 2027 wollen die Wiener dann auch das Produktangebot in Deutschland ausweiten, heißt es in der Mitteilung weiter. So sei der Einstieg in das Online-Brokerage geplant. Für die Bestandskunden würde sich nichts ändern, betont die Bank. Auslaufende Karten würden ersetzt. Auch die Kooperation mit Eurowings bleibe bestehen. (ert)
















