Trotz des herausfordernden Umfelds im vergangenen Jahr zeigt sich Vorstandssprecher Werner Zenz mit der Entwicklung des Bankhauses Spängler zufrieden. Beim Betriebsergebnis steht ein Plus von 31,8 Prozent auf 9,8 Millionen Euro zu Buche. Das Kundenvolumen an Einlagen, Krediten und Wertpapieren beträgt rund 9,7 Milliarden Euro (plus 14 Prozent). Das Bankhaus Spängler ist mit insgesamt rund 260 Mitarbeitern an neun Standorten in Stadt und Land Salzburg, Linz, Wien, Graz, Kitzbühel und Innsbruck vertreten.

"Wir sind stolz, unser Haus erneut sehr erfolgreich durch ein extrem krisenbehaftetes Jahr geführt zu haben. Die besonders gute Kapital- wie auch Liquiditätsausstattung sowie beträchtliche Rücklagen sind Garant dafür, dass wir auch so schwierige Phasen wie in den letzten beiden Jahren gut bewältigen können", sagt Zenz. Die Kernkapitalquote des Bankhauses Spängler konnte durch Rücklagenzuweisungen aus dem Ergebnis auf 14,5 Prozent verbessert werden. Die Betriebserträge stiegen um sechs Prozent auf 48,8 Millionen Euro und die Betriebsaufwendungen um ein Prozent auf 39 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) betrug 7,6 Millionen Euro. Damit wurde zwar ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet, dieser ist jedoch durch einen maßgeblichen Sondereffekt geprägt: Im Jahr zuvor wurde die Beteiligung an der Spängler IQAM Invest GmbH verkauft.

Neuer Standort, neue Gesellschaft, neue Beteiligung
Im Jahr 2021 hinzugekommen ist hingegen ein Standort in Innsbruck, der im April eröffnet wurde. Es ist der zweite Standort für das Bankhaus Spängler in Tirol, seit mehr als 30 Jahren ist die Privatbank bereits in Kitzbühel vertreten. Im vierten Quartal wurde außerdem die Spängler Institutional GmbH gegründet. Damit ist es laut Bank möglich, in Zukunft auch institutionelle Kunden, wie Kammern, Versicherungen und Pensionskassen, unmittelbar zu betreuen. Ebenso neu hinzugekommen ist eine Beteiligung an der Immobilien-Projektentwicklungsgesellschaft SHI Projekte GmbH. Ein erstes Bauträgerprojekt soll demnach im zweiten Halbjahr gestartet werden.

Ein wesentliches Projekt wird im Jahr 2022 die stärkere Fokussierung vieler Vermögensverwaltungsstrategien auf Nachhaltigkeitsaspekte darstellen. "Damit tragen wir sowohl neuen regulatorischen Anforderungen wie auch sich verändernden Kundenbedürfnissen Rechnung", so Zenz. (gp)