Banken-Gehälter: Angestellte demonstrieren in Wien
Unmut unter den Beschäftigten in der österreichischen Finanzbranche: Die Banken lehnen eine Anpassung der Gehälter an die Inflation ab. Vor der vierten Verhandlungsrunde zum Banken-Kollektivvertrag gab es eine Kundgebung.
Drei Mal haben Österreichs Banken mit den Vertretern der rund 68.000 Angestellten ergebnislos über Gehaltsanpassungen verhandelt. Vor der vierten Runde am Dienstag (7.4.) kam es zu einer Kundgebung in Wien. Aufgerufen hatten die Betriebsrätinnen und Betriebsräte.
Die Arbeitgeber hätten bisher kein Angebot vorgelegt, kritisiert die Gewerkschaft GPA. Eine Abgeltung der Inflation würden die Arbeitgeber ausschließen, heißt es. Bereits in der vergangenen Woche fanden deshalb Betriebsversammlungen in ganz Österreich statt. In einer Aussendung verweist die Gewerkschaft darauf, dass auch 2025 hohe Gewinne erzielt wurden.
Unmut über geringe Wertschätzung
"Dass sich die Arbeitgeber trotzdem weigern, überhaupt ein Angebot vorzulegen, ist nicht nur eine Aberkennung dieser Leistung, sondern das Gegenteil von Wertschätzung", betonte Wolfgang Pischinger, Chefverhandler der Gewerkschaft GPA und Zentralbetriebsrat der Oberbank, in einer Aussendung.
Für die Beschäftigten sei nicht nachvollziehbar, dass Gewinne und Boni Jahr für Jahr steigen, während ihnen nicht einmal die Inflation abgegolten werden solle, kritisierte Anita Palkovich, Verhandlerin der Gewerkschaft GPA, die pauschale Absage eines Inflationsausgleichs durch die Banken.
Gestartet waren die Verhandlungen am 24. Februar. Ganz oben auf der Liste der Gewerkschaft steht eine dauerhafte, lineare Erhöhung der Mindestgehälter über der Inflationsrate. Zudem wird ein zusätzlicher Freizeittag für gesundheitliche Vorsorge sowie ein Recht auf Stundenaufstockung für Teilzeitbeschäftigte gefordert. (eml)















