Am 1. April eröffnen österreichweit 413 Filialen der bank99. Die Tochter der Österreichischen Post AG bietet vorerst Girokonten, Zahlungsverkehr, Kreditkarten, Debitkarten und Sparprodukte an. Ab dem zweiten Halbjahr soll das Sortiment um Lösungen wie Konsumkredite, Wohnbaufinanzierungen und Versicherungs- und Vorsorgeprodukte von Partnern ergänzt werden. Am 4. Mai will das Unternehmen die Services auch bei den Post Partnern ausrollen. Dann ist die Bank99 in 1.800 Geschäftsstellen vertreten.

Die Post kooperiert auf Produktebene mit dem Versicherungs- und Bank-Konzern Grawe, was breite Möglichkeiten eröffnet, die Servicepalette zu erweitern. 2019 kaufte die Post der Grawe 80 Prozent an der Tochter Brüll Kallmus abgekauft. Damit erhielt die Post die Banklizenz, um das flächendeckende Finandienstleistungsgeschäft fortsetzen zu können. Die ehemalige Bank-Partnerin Bawag PSK hatte 2017 den Vertrag gekündigt und die darauf folgende Ersatz-Suche gestaltete sich für die Post schwierig. Ein Deal mit der deutschen FinTech Group musste 2018 wieder abgeblasen werden.

Die Bank99, die derzeit das Ergebnis der Post belastet, soll im dritten Jahr ein "weitgehend" ausgeglichenes Verhältnis von Kosten und Einnahmen erreicht haben, heißt es im Geschäftsbericht für 2019. Der Name der Bank leitet sich aus dem Anspruch ab, dass man verständliche Produkte für 99 Prozent der Bürger anbieten will. (eml)