Schrittweise gibt die Österreichische Post AG die Details zu ihrem neuen Finanzinstitut bekannt. Der Name lautet "bank99", wie aus einer Aussendung hervorgeht.

Ab 1. April wird das neue Geldhaus in den von der Post betriebenen Filialen Bank- und Finanzdienstleistungen anbieten. Bei den Post-Partnern startet das Banken-Service erst am 4. Mai. Vorerst sollen ausschließlich einfache Zahlungsdienstleistungen und Finanzprodukte angeboten werden, wie es heißt. Insgesamt verfügt die Post über rund 1.800 Geschäftsstellen österreichweit (eigenbetriebene Filialen und Postpartner zusammengerechnet). Die Services werden auch online angeboten.

Im Wesentlichen handelt es sich um Girokonten, Zahlungsverkehr, Kreditkarten, Debitkarten und Sparprodukte. Ein Ausbau der Palette um "weitere Finanzdienstleistungen und Versicherungsprodukte" ist laut früheren Angaben geplant.

Unsicherheit wegen Schulungen
Nun müssen noch die Mitarbeiter auf die neuen Produkte geschult werden. Wie die Redaktion erfuhr, dürfte das erst im März passieren. "Etwas kurz", wie eine betroffene Person anmerkte.

"Die Schulungen sind im Starten", sagte Sprecher Michael Homola auf Nachfrage. Die Zeit sei ausreichend. "Es geht Großteiles um bestehende Mitarbeiter, die bereits bei der Bawag PSK als Berater tätig waren. Man muss nicht bei Null anfangen", so Homola. Schulungen finden demnach sowohl online als auch analog statt.

Neue Mitarbeiter
Es würden vereinzelt auch neue Mitarbeiter angestellt. Beim bestehenden Personal dürfte es indes noch Verhandlungsbedarf rund um die Dienstverträge geben. Ob ein Mitarbeiter bei der Post oder bei der neuen Bank angestellt sei, hänge davon ab, ob die Person Beamte oder Angestellte ist, so Homola. Details seien noch auszuverhandeln.

Hinter der bank99 steht die Brüll Kallmus Bank. Die Grazer Privatbank gehörte mehrheitlich zur steirischen Versicherungs- und Bankengruppe Grawe. Vergangenes Jahr übernahm die Post AG 80 Prozent, weil sie nach dem vorzeitigen Ausstieg der langjährigen Bankpartnerin Bawag eine Lizenz für ihr Finanzgeschäft benötigte.

Die bank99 wird von den beiden Brüll-Kallmus-Vorständen Martin Stefan Thomas und Berthold Troiß geleitet. Der Name folgt laut Unternehmensangaben dem Gedanken, dass 99 Prozent der Österreicher erreicht werden sollen. Zum ersten über die Filiale, zum zweiten online und zum dritten über einfache und verständliche Produkte. (eml)