Bereits Anfang der Woche musste die Bank Austria vorübergehend fünf ihrer Filialen schließen, zur Tiefenreinigung und Desinfektion. Betroffen waren zwei Geschäftsstellen in Wien (Hauptbahnhof und Mariahilferstraße) sowie jeweils eine Filiale in Lienz, Krems und Innsbruck. Diese Maßnahmen wurden getroffen nachdem bekannt wurde, dass sich Mitarbeiter einiger Filialen in einem der betroffenen Gebiete, die durch die österreichische Bundesregierung unter Quarantäne gestellt wurden, aufgehalten haben.

Nun berichtet das Unternehmen, dass ein Mitarbeiter des Bereichs Firmenkunden in Klagenfurt positiv auf das COVID-19-Virus (SARS-CoV-2) getestet wurde. Laut dem Institut hatte er sich in einem der Gebiete in Österreich aufgehalten, die kürzlich zu einer Quarantänezone erklärt wurden. Die Bank Austria steht nun in fortlaufendem Kontakt mit dem betroffenen Mitarbeiter, der unter medizinischer Aufsicht steht. 

Die betroffenen Büroräumlichkeiten wurden umgehend geschlossen, die relevanten Teile des Gebäudes werden nun den Vorgaben der Gesundheitsbehörden folgend gründlich gereinigt und desinfiziert und bleiben bis auf Weiteres geschlossen. Darüber hinaus hat sich die Bank mit allen Mitarbeitern sowie den Kunden und Beratern, die kürzlich in engem Kontakt mit dem Kollegen standen, in Verbindung gesetzt, und ihnen geraten, sich 14 Tage lang in Selbstquarantäne zu begeben und den Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu folgen.

Wiener Banken für anstehende Aufgaben gerüstet 
Erwin Hameseder, Obmann der Sparte Banken und Versicherungen in der Wirtschaftskammer Wien betont unterdessen in einer Aussendung, dass die Wiener Banken auch in Zeiten der Krise für ihre Kunden da sind. "Die Bargeldbestände der Institute sind ausreichend, auch die Bankomaten werden laufend aufgefüllt, niemand muss sich Sorgen machen, dass es kein Geld gibt. Ausreichend Filialen und Foyers sind weiterhin geöffnet", so Hameseder, der entlang medizinischer Expertenempfehlungen gleichzeitig zu verstärktem bargeldlosen Zahlen rät: "Gerade in Zeiten dieser derzeitigen Bedrohung durch einen Virus ist der bargeldlose Zahlungsverkehr – also auch das berührungslose Zahlen mit der Bankomatkarte – der bessere Weg."

Für Unternehmen die künftig rasch Liquidität benötigen stellt der WK-Obmann auch unkomplizierte Hilfe in Aussicht und erklärt weiter: "Wir werden uns eng mit den einzelnen Förderstellen und Garantiegebern abstimmen, um etwaige Kreditvergaben zügig und möglichst unbürokratisch abwickeln zu können. Die Wirtschaft wird schnell frisches Geld benötigen und wir werden auch dabei ein verlässlicher Partner sein und alle Möglichkeiten, die wir innerhalb der regulatorischen Grenzen haben, ausschöpfen." (gp)