Im August 2021 eröffnete das Handelsgericht Wien die Insolvenz über das Vermögen der Autobank, nachdem die Finanzmarktaufsicht (FMA) der Bank im Juli den Geschäftsbetrieb untersagt hatte. Der FMA-Bescheid löste die Einlagensicherung aus: Von den damals rund 110 Millionen Euro der Bank fielen rund 107 Millionen Euro unter die Sicherungsschwelle von 100.000 Euro pro Einleger – mussten also von den in der ESA (Einlagensicherung Austria) vertretenen Banken zur Verfügung gestellt werden, damit die Kunden entschädigt werden konnten.

Nun teilt der Vorstand der Autobank mit, dass sämtliche Gläubiger – allen voran die vorrangig zu bedienende ESA – ihr Geld zurückbekommen sollen. Im Oktober 2022 werde es eine weitere Zwischenausschüttung geben. Damit seien aus der Verwertung bisher rund 70 Millionen Euro ausgeschüttet worden. Die Erträge aus dem Abbau der Gesellschaft würden "über Plan" liegen. Es könne weiter von einer "Vollbefriedigung sämtlicher Insolvenzgläubiger ausgegangen werden". Die Einlagensicherung soll laut den Angaben den ihr zustehenden Betrag zur Gänze bis zum Herbst 2023 erhalten. Danach sollen "zeitnah die restlichen Gläubiger ebenso vollständig bedient werden", heißt es. (eml)