Das Auslandsgeschäft der österreichischen Versicherungsgruppen war 2017 mit einem Minus von 13 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro stark rückläufig, trug aber immer noch rund 40 Prozent (2016: 43 Prozent, 2015: 47 Prozent) zum gesamten Prämienvolumen von 13,9 Milliarden Euro bei. Das teilt die Finanzmarktaufsicht (FMA) mit.

2016 hatte das ausländische Prämienvolumen noch bei 6,4 Milliarden Euro gelegen. Wesentliche Ursache des massiven Prämienrückgangs im Auslandsgeschäft war der Verkauf ihrer Italien-Tochter durch die "Uniqa Group".

Hohe Anteile in sehr heterogenen Märkten
Dennoch haben die heimischen Versicherungsunternehmen nach wie vor über eine beachtliche Marktstellung in den Märkten Zentral-, Ost- und Südosteuropa, betont die Behörde in einer Aussendung. 2017 hielten österreichische Versicherungen einen Marktanteil von mehr als einem Viertel in folgenden Ländern: Albanien fast 60 Prozent, Slowakei rund 45 Prozent, Mazedonien rund 35 Prozent, Montenegro, Rumänien, Tschechische Republik, Lettland, Georgien und Moldawien jeweils rund 30 Prozent.

Allein in der Lebensversicherung betrug der Marktanteil in Moldawien 98 Prozent, in Montenegro fast 90 Prozent, in Albanien knapp über 60 Prozent, in Mazedonien rund 55 Prozent, in Russland und in der Slowakei fast 50 Prozent. Die vom Prämienvolumen für die österreichischen Versicherer bedeutendsten Märkte sind aber die Tschechische Republik, Polen, die Slowakei, Rumänien, Ungarn und Kroatien.

Fünf Versicherer in 27 Ländern
Derzeit sind fünf österreichische Versicherungsgruppen (Vienna Insurance Group, Uniqa Group, Grawe Group, Merkur Group, Wüstenrot Group) mit 96 Versicherungsunternehmen in insgesamt 27 Ländern geschäftlich tätig. Details sind im Bericht "2018 Report on the Analysis of Foreign Insurance Business of Austrian Insurance Groups" zu finden. (eml)