Aus Alt mach Neu: Ökoworld krempelt zwei Fonds um
Mit seinem Wasser- und dem "Rock 'n' Roll"-Fonds konnte der Spezialist für nachhaltige Geldanlagen zuletzt nicht mehr punkten. Frische Investmentkonzepte und neue Namen sollen nun für einen Neuanfang sorgen.
Die Ökoworld verpasst zwei zuletzt wenig erfolgreichen Publikumsfonds eine neue Anlagestrategie und modernisiert damit ihr Produktportfolio. Auch die Namen wurden geändert: Der 2008 aufgelegte Ökoworld Rock 'n' Roll Fonds heißt seit wenigen Tagen Ökoworld Smart Portfolio 70, der im gleichen Jahr lancierte Ökoworld Water for Life nun Ökoworld Global Transition. "Damit greift die Fondsgesellschaft Anregungen aus dem Markt auf und macht die Fonds für Anlegerinnen und Anleger attraktiver", teilt der auf nachhaltige Investments spezialisierte Asset Manager mit.
Beide Investmentprodukte blieben in den vergangenen Jahren teils deutlich hinter ihren Vergleichsgruppen bei den relevanten Ratingagenturen zurück, was auch zu Mittelabflüssen führte. Der Ökoworld Rock 'n' Roll Fonds verwaltete Ende 2021 mehr als 300 Millionen Euro, zuletzt waren es nur noch knapp 160 Millionen Euro. Der Ökoworld Water for Life schrumpfte im gleichen Zeitraum von rund 70 auf gut 50 Millionen Euro.
Nachhaltiges Multi-Asset-Portfolio
Der Ökoworld Smart Portfolio 70 ist laut Anbieter "ein aktiv gemanagter Multi-Asset-Fonds, der angemessene Renditeerwartungen mit aktivem Risikomanagement verbindet". Das Zielportfolio besteht zu etwa zwei Dritteln aus Aktien aus dem Ökoworld-Anlageuniversum. Bei den Anleihen, die rund ein Drittel ausmachen, setzt Fondsmanager Michael Gram-Madsen auf Green Bonds und nachhaltige Emittenten.
"Ziel des Portfoliomanagements ist die Maximierung der risikoadjustierten Rendite", erläutert das Unternehmen. Bei der Auswahl der investierbaren Assets würden "weiterhin die gewohnt hohen Nachhaltigkeitsstandards der Ökoworld gelten", betont der Anbieter. Der Fonds ist nach Artikel 9 der Offenlegungsverordnung eingestuft.
Dekarbonisierung als "zentraler ökonomischer Wettbewerbsfaktor"
Das gilt auch für den von Enrico Schön verantworteten Ökoworld Global Transition. Der Aktienfonds setze gezielt auf "Unternehmen, die durch Portfoliobereinigung oder Investitionen in emissionsarme Aktivitäten eine nachhaltige Verbesserung von Ertragskraft und Risikoprofil erreichen", so der Asset Manager. Dekarbonisierung sei ein "zentraler ökonomischer Wettbewerbsfaktor".
"Unternehmen, die ihre Emissionen systematisch senken, ihre Energieeffizienz steigern oder CO₂-intensive Geschäftsbereiche abspalten, sind gleich doppelt attraktiv: Sie verbessern nicht nur ihr Nachhaltigkeitsprofil, sondern reduzieren oft auch ihre Kapitalkosten und regulatorischen Risiken", wirbt Stefan Höhne, der seit Jahresbeginn das Wholesale-Geschäft der Ökoworld leitet, für den neu aufgestellten Fonds. (bm)















