Der Münchner Asset Manager Xaia Investment sieht sich zu Unrecht in die Ecke vermeintlich skrupelloser Hedgefonds gerückt, die auf Firmenpleiten wetten und damit Millionen verdienen. Mehrere Medien hatten berichtet, Xaia und andere "Spekulanten" hätten mit Derivaten auf eine Insolvenz des Reisekonzerns Thomas Cook gesetzt und würden nun bis zu 250 Millionen US-Dollar einstreichen.

Das möchte Xaia so nicht stehen lassen. "Wir als Xaia Investment halten in den von uns gemanagten Fonds Positionen von Thomas-Cook-Anleihen. Für diese Rentenpapiere haben wir Ausfallversicherungen abgeschlossen, sogenannte Credit Default Swaps, kurz CDS." Ziel dieser Absicherung sei es, bei einem möglichen Ausfall des Emittenten Verluste für die Fonds und damit für die Anleger zu vermeiden.

"Schäden von den Xaia-Fonds und damit den Investoren abgehalten"
Durch die Insolvenz von Thomas Cook sei dieser Versicherungsfall nun eingetreten. "In der Folge kommen nun Investmentbanken als externe Versicherungsgeber – nicht Thomas Cook direkt – für den Ausgleich der aus dem Ausfall der Anleihen entstandenen Schäden auf", heißt es in einer Mitteilung des Hauses. Die Xaia-Fonds hätten nur zu Sicherungszwecken in CDS investiert. "Xaia hat daher nicht aus einer Wette auf die Insolvenz von Thomas Cook Profit geschlagen, sondern Schäden von den Xaia-Fonds und damit den Investoren abgehalten." (bm)