Seit 2017 wollte der slowakische Finanzinvestor Arca Gruppe die Wiener Privatbank mehrheitlich übernehmen. Die Regulatoren, die den Investor und sein Management hinsichtlich seiner "Fit und Propper"-Qualitäten durchleuchten, hatten allerdings bisher Einwände. Vergangenen September hat Arca aus diesem Grund die Kaufoption für die Übernahme bis 30. Juni 2019 verlängert (FONDS professionell ONLINE berichtete). "Sicherheitshalber", wie es damals hieß. Denn man war sich sicher, alle nötigen Unterlagen zusammenzubringen, um das Bankaufsichtsverfahren in Österreich wieder einzuleiten. Der Deal hätte laut Plan innerhalb des ersten Halbjahres 2019 abgeschlossen werden sollen. Dazu wird es nun nicht kommen.

Die Wiener Privatbank teilt mit, dass sie von Arca informiert wurde, dass "bis 30. Juni 2019 keine Neu-Einreichung im Rahmen des Eigentümer-Kontroll-Verfahrens erfolgen wird". Ohne genauere Angaben zum Inhalt heißt es, dass sich Arca Investments derzeit "in Gesprächen mit den beiden Hauptaktionären" befinde. Diese sind Günter Kerbler und Johann Kowar.

Die Wiener Privatbank teilt weiterhin mit, sie beabsichtige in jedem Fall "eine aktive Vertriebskooperation mit Arca in Tschechien und der Slowakei aufzubauen". Von der Arca selbst gibt es keine Aussendung über das weitere Vorgehen. (eml)