Der vereinte Asset Manager Janus Henderson hat im vergangenen Jahr Umsatz, Gewinn und verwaltetes Vermögen steigern können. Allerdings trübt ein Punkt die erste Jahresbilanz der frisch vermählten Fondshäuser: Unter dem Strich zogen Anleger 10,2 Milliarden US-Dollar von der Gesellschaft ab. Nach zum Teil deutlichen Mittelabflüssen über mehrere Quartale hatte das Haus im dritten Quartal 700 Millionen Dollar an Nettoneugeld verbuchen können.

In den letzten drei Monaten des Jahres drehte das Bild aber wieder: Investoren zogen fast drei Milliarden Dollar ab. Vor allem das quantitative Segment, aber auch Aktienportfolios wie auch alternative Investments verbuchten Abzüge. Der Absatz stieg hingegen im Bondbereich.

"Trotz der Abflüsse 2017 unterstützen uns unsere Kunden weltweit, und viele halten uns die Treue", sagte Andrew Formica, einer der beiden Vorstandsvorsitzenden des Hauses. Co-Chef Dick Weil ergänzte: "Unsere Investmentperformance ist stark, was die Qualität unserer Anlageteams untermauert." Dank der Marktentwicklung stieg das verwaltete Vermögen über das Jahr 2017 von 320 auf rund 370 Milliarden Dollar.

Gutschrift vom US-Fiskus
Demgegenüber steigerte Janus Henderson sowohl Umsatz wie auch Gewinn gegenüber dem Vorjahr, verglichen mit den zusammengezählten Einzelergebnissen der Gesellschaften. Im Schlussquartal profitierte das Haus zudem noch von der US-Steuerreform. Eine Gutschrift in Höhe von 340 Millionen Dollar beflügelte den Reingewinn, der von 189 auf 656 Millionen Dollar kletterte. Auch um Fusionskosten und -effekte bereinigt stiegen Umsatz und Gewinn.

Das britisch-australische Fondshaus Henderson und der US-Anbieter Janus Capital, seines Zeichens Arbeitgeber des ehemaligen Pimco-Starmanagers Bill Gross, hatten im Oktober 2016 ihre Elefantenhochzeit angekündigt. Der Zusammenschluss soll Kosten senken und mehr Schlagkraft im Wettbewerb verleihen. Ende Mai 2017 war die Fusion vollzogen worden. (ert)