Der französische Asset Manager Amundi hat den verhängten Einstellungsstopp wieder aufgehoben. Dies berichtet der Branchendienst "Financial News“. Einem Amundi-Sprecher zufolge besetze die Fondsgesellschaft nun "auf Einzelfallbasis“ wieder offene Stellen. Das Investmenthaus zählt damit zu den ersten Finanzdienstleistern, die Anheuerungsbegrenzungen wieder lockern.

Der größte europäische Fondsanbieter Amundi hat seinen Hauptsitz in Paris. In Frankreich war Mitte März eine komplette Ausgangssperre verhängt worden – anders als etwa in Deutschland, wo nur Kontaktbegrenzungen gelten. Aufgrund der Maßnahmen zur Eingrenzung der Covid-19-Pandemie hatten mehrere Banken und Asset Manager beschlossen, vorerst keine neuen Mitarbeiter anzuwerben. Neben Amundi hatte auch Blackrock auf Neueinstellungen verzichtet.

Intern besetzen
Die größte deutsche Gesellschaft DWS wiederum hatte angekündigt, mehrere Monate lang keine neuen Mitarbeiter einzustellen. DWS-Chef Asoka Wöhrmann begründete dies aber nicht allein mit der Pandemie, sondern auch an den langfristigen Herausforderungen für das aktive Asset Management. "Wir prüfen auch stärker, in welchen Bereichen Einstellungen wirklich nötig sind und ob man manche Stellen nicht einfach auch intern besetzen kann", erklärt Wöhrman im "Handelsblatt"-Interview. Jobs abbauen will er derzeit aber nicht.(ert)