Die Allianz will alle Minderheitsbeteiligungen an ihrem Asset Manager Pimco erwerben, die sich derzeit noch in den Händen von aktuellen und ehemaligen Mitarbeitern befinden. Unterm Strich geht es dabei um einen Anteil von 9,4 Prozent.

Der Versicherungsriese hat am Donnerstag (30.7.) bekannt gegeben, dass er sein Recht zur Kündigung des ausgelaufenen Pimco-Mitarbeiterbeteiligungsplans – auch bekannt als M-Unit-Plan – ausgeübt hat und ausstehende M-Units gegen Barzahlung zurückkaufen wird. Diese M-Unit-Optionen wurden den Mitarbeitern zwischen 2008 und 2020 gewährt. 

Bewertung von Pimco
Für die Anteile von ehemaligen Mitarbeitern, die 4,4 Prozent an Pimco halten, veranschlagt die Allianz einen Preis von rund 1,4 Milliarden Euro in bar. Das legt den Schluss nahe, dass Pimco insgesamt mit 31,8 Milliarden Euro bewertet wird.

Derzeitige Pimco-Mitarbeiter können sich dafür entscheiden, ihre M-Units im Rahmen einer neuen Vereinbarung bis nach dem Ende ihres Arbeitsverhältnisses zu behalten oder aber auch jetzt schon von dem Rückkaufangebot Gebrauch zu machen.

"Die Allianz erklärt schon seit Langem, dass sie ihr Engagement im Asset Management grundsätzlich ausbauen möchte und betrachtet Pimco als attraktives operatives Geschäft", sagte ein Sprecher der Allianz gegenüber "Bloomberg". In ihrem Geschäftsbericht 2025 hatte die Allianz ihren Anteil an Pimco mit 90,6 Prozent beziffert. (Bloomberg/jb)