Allianz erfüllt Erwartungen – mehr Geld für Aktionäre
Die Allianz liefert im vierten Quartal solide Zahlen und kündigt höhere Ausschüttungen an. Neben einer kräftigen Dividendenanhebung plant der Versicherer ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm.
Die Allianz hat im vierten Quartal einen Gewinn im Rahmen der Analystenerwartungen erzielt und plant unter Vorstandschef Oliver Bäte, mehr Kapital an die Aktionäre zurückzugeben.
Der Münchner Versicherer, zu dem auch die auf Anleihen spezialisierte Investmentgesellschaft Pimco gehört, steigerte den operativen Konzerngewinn im Schlussquartal um drei Prozent auf 4,3 Milliarden Euro, wie aus einer Mitteilung vom Donnerstag (26.2.) hervorgeht. Ausschlaggebend war insbesondere eine verbesserte Entwicklung im Schaden- und Unfallgeschäft.
Die Allianz schlägt vor, die Dividende um elf Prozent auf 17,10 Euro je Aktie anzuheben. Darüber hinaus will der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 2,5 Milliarden Euro starten. Seit Anfang 2017 hat die Allianz bereits Aktien im Wert von rund 16 Milliarden Euro zurückgekauft.
Asset Management im Fokus
Bäte, der seit rund einem Jahrzehnt an der Spitze der Allianz steht und in dieser Zeit mehrere Übernahmen im Versicherungsgeschäft vorangetrieben hat, sondiert zugleich Wachstumsmöglichkeiten im Asset Management. Unter anderem wurden die Übernahme eines auf Kreditstrategien spezialisierten dänischen Vermögensverwalters und eine mögliche Fusion von Allianz Global Investors mit Amundi erwogen, wie "Bloomberg" berichtete.
Das Asset Management trägt rund ein Fünftel zum gesamten operativen Gewinn der Allianz bei und stärkt damit die Diversifizierung über das Versicherungsgeschäft hinaus. Pimco verzeichnete im Schlussquartal des vergangenen Jahres Mittelzuflüsse externer Kunden in Höhe von 43 Milliarden Euro, während Allianz Global Investors Nettomittelzuflüsse von drei Milliarden Euro verbuchte.
Für 2026 peilt die Allianz einen operativen Gewinn von 17,4 Milliarden Euro an, "plus oder minus eine Milliarde Euro", hieß es. (mb/Bloomberg)













