Die Hypo Alpe Adria-Abbaueinheit Heta hat mittlerweile 90 Prozent der zu veräußernden Vermögenswerte abgebaut. Das geht aus einer Aussendung anlässlich des Jahresberichts 2018 hervor. Der interne Plan hatte laut den Angaben 80 Prozent bis Ende 2018 vorgesehen.

Das Jahr sei erfolgreicher als prognostiziert verlaufen. Man werde den Weg fortsetzen, heißt es. Allerdings müssen jetzt die wirkich schwierigen Brocken veräußert werden. Es sei davon auszugehen, "dass der Abbau aufgrund komplexer Sachverhalte nun langsamer voranschreiten wird".

Fast acht Milliarden Euro an Gläubiger verteilt
Seit Beginn des Abbaus wurden bisher 7,9 Milliarden Euro (63,112 Prozent) vorzeitig an die Gläubiger der Heta verteilt. Die erwartete "Recovery Rate" liegt weiter bei den im Vorjahr angegebenen 10,5 Milliarden Euro bis Ende 2023. Dieser Wert liegt aber weit über den zu Beginn des Abbaus erwarteten unter acht Milliarden Euro. Für Mai ist eine Aktualisierung des Abbauplans 2019 vorgesehen. Zur Freude der österreichischen Steuerzahler erwartet die Heta, dass darin eine erneute Anhebung der Recovery bekanntgegeben werden kann.

Im Vorjahr konnten laut den aktuellen Angaben zwei Zwischenverteilungen für unstrittige nicht-nachrangige Verbindlichkeiten durchgeführt werden. Die umfassende Klärung von strittigen Verbindlichkeiten habe eine weitere Auszahlung von 1,4 Milliarden Euro im Dezember 2018 ermöglicht, heißt es.

30 Gesellschaften abgehakt
Aus Abbautätigkeiten seien im Jahr 2018 mit rund 670 Millionen Euro deutlich mehr als die ursprünglich geplanten 500 Millionen Euro eingenommen worden. „Im Jahresverlauf gelang der vollständige Rückzug aus Montenegro. Insgesamt konnten 30 Gesellschaften geschlossen und eine Fülle laufender Rechtsverfahren beendet werden“, so die Heta.

Eine Änderung gibt es im Heta-Vorstand: Arnold Schiefer scheidet per 31. März 2019 auf eigenen Wunsch aus. Das Vorstandsteam setzt sich zukünftig aus Martin Handrich und Alexander Tscherteu zusammen. Schiefer wird im April Finanzchef der ÖBB-Holding. (eml)