In einem Geschäftsbericht von Berkshire Hathaway aus dem Vorjahr ist vermerkt, dass Warren Buffett seine Frau Astrid angewiesen habe, nach seinem Tod 90 Prozent des Bargeldes in den S&P-500-Indexfonds von Vanguard zu investieren. Buffett sei der Ansicht, dass dieser langfristig höhere Renditen erzielen würde als andere Anlageprodukte von Pensionskassen oder Vorsorgeinstituten, die von teuren Managern verwaltet würden. Die übrigen zehn Prozent sollen in kurzfristigen Staatsanleihen angelegt werden.

Rekordzuflüsse bei Vanguard nach Buffett-Empfehlung
Vanguard-Gründer Jack Bogle, der sein Unternehmen 1974 aus der Taufe hob, war einer der Pioniere des passiven Investments. Er war davon überzeugt, dass man mit aktivem Management auf Dauer keine höhere Rendite erzielen könne – sein Erfolg gibt ihm bis heute recht. Der 85-Jährige, mittlerweile nicht mehr operativ im Tagesgeschäft tätig, freute sich dementsprechend über Buffetts Anweisung – sein S&P-500-Index Fund verzeichnete seither starke Zuflüsse und verdoppelte so sein Volumen auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar. Zudem flossen seit Buffetts "Testament" auch in andere Anlageprodukte von Vanguard insgesamt rund drei Milliarden Dollar, wie einige Medien berichten.

Bogle hat sich bei Buffett auf seine Weise für das Vertrauen bedankt: Er bezeichnet sich in einer E-Mail selbst nur als "zweitbesten Verkäufer" bei Vanguard... (mb)