Im S&P 500 ist es zuletzt im Oktober 2011 zu einer Zehn-Prozent-Korrektur gekommen. Seit mehr als dreieinhalb Jahren herrsche also mit den Worten von Börsenbrief-Autor Robert Rethfeld bestes Segelwetter. "Stürme zogen auf, doch es blieb bei dunklen Wolken, die sich schnell wieder verzogen", so der Charttechniker. Meldungen, wonach Computer die besseren Investoren seien (FAZ-Artikel: "Computer sind phantastische Geldanleger"), würden ihn darum nicht mehr verwundern. Der Autopilot namens "Trend" schiene zu funktionieren.

Allerdings bekomme der Trend laut Rethfeld einen weißen Bart. "Divergenzen tun sich auf, die klassischerweise einem Markthoch vorauslaufen", erklärt er in seiner jüngsten Kolumne. Und wie stets in schwierigen Phasen dürften Computerprogramme Verluste überhöhen. "Das Timing bleibt schwierig; wir gehen von einer Korrektur im S&P 500 spätestens ab Juli aus", so sein Fazit. (dw)

Der Indexchart zeigt nach wie vor steil nach oben
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Quelle: Federal Reserve Bank of St. Louis