Der weltweite Wohlstand hat in den letzten Jahren zugenommen. Das ist ein zentrales Ergebnis einer jährlich vom Legatum Institute durchgeführten Studie. Das mag vor dem Hintergrund der in vielen Ländern nach wie vor nicht ausgestandenen Finanzkrise überraschend sein, Wohlstand messe sich aber an mehr als nur wirtschaftlichem Wachstum, erklärt Executive Director Sian Hansen.

Die sozialwissenschaftliche Denkfabrik, die zur Legatum Group zählt, ermittelt seit 2009 den "Legatum Prosperity Index" (Studie in englischer Sprache). Der Wohlstandsindex bildet Reichtum und Wohlstand von 142 Ländern ab. Neben der ökonomischen Stärke fließen in den Index sieben weitere Kriterien mit ein: Unternehmertum, Regierung, Bildung, Gesundheit, Sicherheit, persönliche Freiheit und Sozialkapital.


Die Top-10 des aktuellen "Legatum Prosperity Index" finden interessierte Leser in unserer Bilderstrecke oben.


Trotz ihrer europäischen Vorreiterrolle gehört die Bundesrepublik Deutschland laut Studie nicht zu den zehn wohlhabendsten Ländern der Welt. Zwar ist Deutschland, wenn es um die wirtschaftliche Lage geht, nach wie vor ganz weit vorne (8), in anderen Kategorien wie Sicherheit (22), Regierung (17) und soziales Kapital (17) dafür umso weiter hinten. In Summe kommt Deutschland "nur" auf den 14. Rang. Österreich, das in Sachen Bildung (25) und Wirtschaft (19) vergleichsweise schlecht abschneidet, liegt auf Rang 15. (dw)