Dipl. Ing. Mustafa RadiDie Chance, bei einer weltweit erstmalig vorgestellten Innovation live dabei zu sein, bietet sich in der Regel nicht besonders oft im Leben. Beim diesjährigen FONDS professionell KONGRESS in Wien (Kongress-Anmeldung) haben Wertpapierberater eine solche Chance. Die Capital Bank präsentiert ein völlig neuartiges System zur Erfassung von Kundenaufträgen, das in den letzten Jahren vom Softwarehaus Centec, an dem die Capital Bank zwei Drittel der Anteile hält, entwickelt wurde. Der Wiener Bankensoftware-Spezialist Mustafa Radi, dem das verbleibende Drittel der Centec-Anteile gehört, hat mit seinem Team einen Weg gefunden, Anträge, die beim Kunden so wie bisher mit Kugelschreiber auf Papier ausgefüllt und unterschrieben werden, drahtlos via Mobiltelefon an die Abwicklungsbank zu senden, die augenblicklich ein Konto eröffnet und die nötigen Auftragsbestätigungen erstellt und sofort zurücksendet. Laut Radi ist diesem System weltweit einzigartig.
 
Möglich wird dies dank eines speziellen Formulars, das mit einem besonderen Schreibstift ausgefüllt wird. Der Stift digitalisiert mit Hilfe einer eingebauten Infrarotkamera die in normaler Handschrift erstellten Eingaben und funkt sie ohne Zeitverlust über das Mobilfunknetz an die Bank, es ist daher nicht einmal ein Internetzugang nötig. Der Stift erkennt, an welcher Stelle des Formulars er sich befindet. Während des Ausfüllvorgangs wird automatisch der gesamte Prozess sekundengenau protokolliert, später lässt sich die Datenerfassung wie ein Video abspielen, so dass sich jederzeit lückenlos beweisen lässt, was in welches Eingabefeld in welcher Reihenfolge geschrieben wurde. Dank dieser Technologie lässt sich eine bisher nicht vorstellbare rechtliche Sicherheit im Beratungsprozess erreichen.

Alle Daten liegen einmal in Form des vom Kunden unterzeichneten Originaldokuments vor, ein völlig ident aussehendes Dokument wird elektronisch erzeugt und auf Wunsch sofort an den Kunden gemailt, und schließlich wandelt ein Schrifterkennungssystem alle Eingaben auch gleich in elektronisch erfassbare und verarbeitbare Datensätze um, sodass die bisher übliche - zum Teil mehrfach notwendige - manuelle Eingabe der Daten durch einen Maklerpool oder die Depotbank wegfällt.

Für den Fall, dass bei einem Kunden nicht einmal ein Mobilfunknetz zur Verfügung steht, speichert der Stift alle erfassten Daten bis auf weiteres, um sie mittels Bluetooth und Handy weiterzuleiten, sobald wieder ein Netz empfangen wird. In einer Erstpräsentation in der Redaktion von FONDS professionell hat das System einwandfrei funktioniert, nur in der Schrifterkennung kommt des zu Problemen, wenn zu undeutlich geschrieben wird. Schreibt man mit Druckbuchstaben, läuft die Erkennung aber reibungslos. Sollten bei der Umwandlung in elektronische Daten Fehler unterlaufen, lässt sich das nachträglich problemlos und rasch korrigieren, an der rechtlichen Verbindlichkeit des Geschäftsfalls und seiner Ausführbarkeit ändert dies nichts, weil ja stets das manuell ausgefüllte Originaldokument vorliegt.
 
In der im Hintergrund laufenden Software lassen sich alle denkbaren Kontroll- und Steuerfunktionen einstellen, sodass etwa ein Berater, der das Risikoprofil des Kunden mit konservativ angegeben hat, kein Wertpapier ordern kann, das diesem Profil nicht entspricht. Systementwickler Radi: "Auch die Berechnung von Provisionen für Vertriebsorganisationen kann aus den auf diese Weise erfassten Anträgen automatisch durchgeführt werden. Wir haben die gesamte Lösung bewusst extrem offen programmiert, sodass sie an jede denkbare EDV-Welt angeschlossen werden kann."

Der IT-Spezialist will seine neuartige Lösung in den nächsten Monaten auch anderen Wertpapierabwicklungsplattformen, Maklerpools und Versicherungen in Österreich und Deutschland vorstellen. Bei der Grazer Capital Bank wird sie schon demnächst zur Verfügung stehen. Die für die Technologie anfallenden zusätzlichen Kosten für Berater stehen derzeit noch nicht endgültig fest. Sie werden laut Capital-Bank-Vorstand Constantin Veyder-Malberg von der Anzahl der User abhängen, sollten sich aber im Bereich um 20 Euro monatlich bewegen. Diese Kosten fallen an, weil für die speziellen Formulare Lizenzgebühren zu bezahlen sind und zudem auch eine besondere Tinte für den Stift benötigt wird.

Verpassen Sie nicht die Vorstellung des neuen Systems auf dem FONDS professionell KONGRESS. Beim FONDS professionell KONGRESS am 9. und 10. März 2011 in Wien können Sie den Stift am Stand der Capital Bank in Aktion erleben.
Sichern Sie sich gleich Ihr Ticket für die Veranstaltung, die Zahl der Teilnehmer pro Tag ist begrenzt.
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