Es hat wahrscheinlich noch nie bessere Zeiten für Berater gegeben als heute – trotz aller politischen und regulatorischen Hürden. Davon zeigen sich Caterina Zimmermann und Joachim Nareike vom britischen Vermögensverwalter Schroders überzeugt. In einem äußerst lebhaften Vortrag auf dem FONDS professionell KONGRESS 2014 in Wien versuchten die beiden Vertriebsverantwortlichen die anwesenden Berater ebenfalls daran glauben zu lassen.

Private Vorsorge alternativlos
Große Hoffnungen setzt Nareike in das neue Pensionskonto, mit dem voraussichtlich ab Juni alle aktuellen bzw. zukünftigen Pensionsleistungen individuell abgerufen werden können. Der Zugang zum eigenen Pensionskonto werde bei vielen unselbstständig Erwerbstätigen ein großes Erwachen auslösen. Denn derzeit liege die durchschnittliche monatliche Pension bei rund 1.000 Euro, aufgrund der steigenden Pensionslast sei die Tendenz eher fallend. Die private Altersvorsorge bleibe daher ohne Alternative.

Dass nicht ausreichend Geld zur Veranlagung vorhanden sei, glaubt Nareike nicht. Das Vermögen nehme jedes Jahr statistisch gesehen zu – allein, es werde falsch angelegt. Die traditionell beliebteste Anlageform der Österreicher ist das Sparbuch und genau darin liege der Fehler. "Wir leihen Menschen das Geld, die damit nicht umgehen können", so Nareike und erinnert in diesem Zusammenhang an die Geschehnisse in Zypern. Viele Sparer hatten infolge der Zerschlagung der zweitgrößten Bankengruppe des EU-Landes ihr Vermögen verloren. "Das wird mit einem Fonds aufgrund seines Status als Sondervermögen nicht passieren."

Time statt Timing
Dass der Beratungsbedarf aktuell hoch ist zeigt auch das Verhalten vieler Aktieninvestoren, die dazu neigen, der Herde zu folgen, und daher oftmals nur reagieren, wenn es zu spät ist. Nareike rät dazu, über längere Zeiträume investiert zu bleiben, dann lohnen sich Aktien historisch betrachtet am meisten. "Hin und her macht die Taschen leer. Time statt Timing", heißt daher das Motto der Schroders-Experten.

Abschließend rührt Zimmermann noch die Werbetrommel für den hauseigenen Schroders ISF Global Multi Asset Income. Aktuell stecken mehr als vier Milliarden US-Dollar in allen Tranchen des weltweit investierenden Mischfonds. Mit einer fixen Ausschüttung von fünf Prozent jährlich sei der Fonds laut Zimmermann zwar keine eierlegende Wollmilchsau, aber jedenfalls ein gutes Basisinvestment für Privatanleger – und darüber hinaus auch sparplanfähig. (dw)