Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) hat einen diesbezüglichen Bericht der "Kleinen Zeitung" bestätigt. Bereits vor rund einem Jahr wurde das Konkursverfahren über das Unternehmen des Grazer Vermögensberaters Karl Steinberger eröffnet, nun liegt das Ergebnis vor: Aktiva von rund 0,324 Millionen Euro standen zirka 5,2 Millionen Euro Passiva gegenüber. Am Montag wurde die Schlussrechnung des Masseverwalters genehmigt – die Quote beträgt 6,21 Prozent. Die Staatsanwaltschaft Graz hat bereits Ende 2011 die Ermittlungen wegen des Verdachts der Untreue und Urkundenfälschung aufgenommen, wie Sprecher Hansjörg Bacher gegenüber der APA bestätigte.

Laut Konkursantrag haben rund 65 Gläubiger ihre Forderungen angemeldet – darunter Private ebenso wie Gebietskrankenkasse oder die Finanz. Dem AKV zufolge werde nun noch die Klagefrist von vier bis sechs Wochen abgewartet, dann erst könne mit der Bedienung der Quote begonnen werden.

Als Ursache der KST-Insolvenz wurde im Konkursantrag der Fall der Papiere des im Prime Market der Wiener Börse notierten biomedizinischen Unternehmens Intercell AG genannt – die Aktie fiel Ende 2010 von 32 Euro auf 2,26 Euro. Das Unternehmen hat sich in der Zwischenzeit wieder erholt. Laut AKV sei seitens der KST noch vergeblich versucht worden, eine breitere Streuung der Investments durchzuführen. (mb)