Interessant war zu beobachten, dass trotz der Zypernkrise und der Heranziehung von Bankeinlagen zu Verlustabdeckungszwecken der Goldpreis Schwierigkeiten hatte, sein positives Momentum zu erhalten, das es in den ersten zwei Märzwochen aufgebaut hatte. Es sehe eher danach aus, dass der Goldpreis weiter südwärts tendiere, zitierte der "Business Insider" kürzlich den Rohstoffanalysten Xiao Fu der Deutschen Bank.

Marc Faber dazu befragt, äußerte sich im Format "Bloomberg Surveillance" wie folgt: Wenn man Geld drucke, dann ergieße sich dieses nicht gleichmäßig über das gesamte Wirtschaftssystem. Vielmehr bleibe dies zu wesentlichen Teilen im Finanzsystem als solchem und bei den Leuten, die Zugang zu diesen Geldmitteln hätten, nämlich den Vermögenden, stecken. Bis zur arbeitenden Bevölkerung dringe es nicht vor.

Faber weiter: "Das Resultat sind dann Blasenbildungen, die an verschiedenen Märkten ihren Ausdruck finden können. Man denke nur an die NASDAQ von 1997 bis März 2000, dann den Anstieg der Immobilienpreise in den USA bis 2007. Dann trieb das viele Geld die Rohstoffpreise 2008 bis zum Juli des gleichen Jahres, als sich die Weltwirtschaft schon in der Rezession befand. Und kürzlich hat die Geldschwemme ausgewählte Schwellenländermärkte wie Thailand, Indonesien und die Philippinen auf das Vierfache ihres Tiefstandes von 2009 gehoben. Nun ist die USA dran."

Sogar als Goldinvestor wird es schwierig, sich zu verstecken
Es würde eine Balse nach der anderen erzeugt – und jede komme einmal zu einem Ende. Fabers Befürchtungen gehen dahin, dass wir vor einer systemischen Krise stehen, in der es sehr schwierig ist, keine Federn lassen zu müssen. Sogar als Goldinvestor werde es schwierig werden, sich zu verstecken, so der Investmentguru. Für US-Aktien ist Faber bearish. Er betonte gegenüber Bloomberg, dass er ein beträchtliches Downside-Risiko für amerikanische Aktien sehe. (kb)