Die panikartigen Reaktionen der letzten Tage haben das Ende der jahrelangen Aktien-Hausse eingeläutet, warnen nicht wenige Marktkommentatoren. Nicht so Thomas Grüner, CEO und Gründer der Vermögensverwaltung Grüner Fisher Investments: "Entspannen Sie sich! Beim genaueren Hinsehen entpuppen sich viele dieser vermeintlichen Horrorszenarien schnell als alte und oft auch falsche Ängste bzw. Befürchtungen", schreibt er in einer aktuellen Publikation. 

In dieser Phase des Bullenmarktes seien stärkere Schwankungen beileibe nicht unüblich – eher typisch. "Wir befinden uns aktuell zweifelsohne in einer Korrekturphase. Nicht die erste und wohl auch nicht die letzte im laufenden Bullenmarkt", so Grüner. Die 90er seien als "goldenes Jahrzehnt" in die Historie eingegangen. Doch auch damals habe es zwischendurch empfindliche Korrekturen und regionale Bärenmärkte gegeben, erinnert er. "Wie auch in den Jahren 1997 und 1998 steht der intakte und globale Bullenmarkt einer strengen Bewährungsprobe aus Asien gegenüber. Die Chancen stehen jedoch wie auch 1997 und 1998 sehr gut, dass er diese Prüfung meistern kann."

"Nachhaltiger Schaden entsteht niemals durch die Korrektur selbst"
Der Chef der Kaiserslauterer Vermögensverwaltungsfirma, an der US-Milliardär Ken Fisher beteiligt ist, warnt abschließend davor, einem intakten Bullenmarkt den Rücken zu kehren. "Nachhaltiger Schaden entsteht niemals durch die Korrektur selbst, welche oftmals schon fast wieder vorbei ist, bevor sie überhaupt als solche wahrgenommen wird, sondern durch emotional getriebene Aktionen." (dw)


Ist der aktuelle Bullenmarkt noch intakt? Eine Analyse der Vorkommnisse in China und ein erstaunlicher historischer Vergleich helfen Grüner bei der Beantwortung dieser Frage. Klicken Sie sich durch unserer Bilderstrecke oben!