Weder institutionelle noch private Anleger kommen derzeit um ein Aktieninvestment herum, wenn sie Rendite erzielen wollen, ist der Fondsanbieter Gecam überzeugt. Diverse Faktoren sprächen aktuell für mindestens moderat steigende Inflationsraten, spätestens zum Ende dieses Jahres. Die Anlageklasse Aktien habe sich historisch betrachtet in einem moderat inflationären Umfeld am besten bewährt, stellt Daniel Zindstein fest, Leiter Portfoliomanagement bei Gecam.

Zwar blieben auch Aktieninvestments nicht von Marktschwankungen verschont. Korrekturen nach starken Anstiegen seien jedoch vor allem in einem solch vorteilhaften Umfeld wie derzeit als Chancen und nicht als Risiken zu begreifen. Es gebe mittel- bis langfristig noch viel Fantasie für Aktienkurse, sagt Zindstein: "Sollten die Rohstoffpreise auf erniedrigtem Niveau verharren, der US-Dollar weiterhin stark und die Zinsen niedrig bleiben, wirken sich diese Parameter erst in den nächsten Monaten und Quartalen auf die Unternehmensgewinne positiv aus." Das schlage sich dann auch in den Aktienkursen der Unternehmen nieder.

Mancher Marktbeobachter wittert angesichts der guten Entwicklung an den Aktienbörsen bereits die nächste Blase. Vor solchen Sorgen warnt Zindstein aber und stellt grundsätzlich fest, dass Aktienmärkte dynamisch und nicht statisch zu betrachten sind. "Viele Anleger denken, dass sich Aktien immer nur in bestimmten Bandbreiten auf und ab bewegen und deshalb als Spiel oder Zockerei zu betrachten sind, mit denen höchstens professionelle Trader Erfolg haben können. Das tun sie nicht", so der Portfoliomanager. 

Vor allem die in Indizes zusammengefassten Aktien großer Industrieländer seien ein Spiegelbild der Wirtschaft und in manchen Fällen sogar ein Barometer für die Entwicklung der Weltwirtschaft. Das bedeute im Umkehrschluss, dass nur Unternehmen, die weiter wachsen und deren Geschäftsmodell sich im internationalen Wettbewerb bewährt hat, sich in Indizes wiederfinden. "Unter dem Strich befinden sich also immer die erfolgreichsten und größten Unternehmen in einem Index, sodass dieser – natürlich unter Schwankungen – langfristig immer weiter steigen muss", stellt Zindstein fest. (fp)