Steigende Preise sind eines der schlechtesten Argumente für ein Gold-Investment, sagt John Hathaway, langjähriger Fondsmanager des erfolgreichen Tocqueville Gold Fund und seit letztem Jahr auch verantwortlich für den Falcon Gold Equity Fund. In einem englischsprachigen Interview mit dem Finanzinformations-Dienstleister "Citywire" (zu sehen im Anschluss an diese Meldung) findet Hathaway bessere Gründe.

Google für Gold verkaufen
Er selbst setze Gold vor allem als Diversifikationsmittel ein, weil der Goldpreis mit Aktien- und Anleihenkursen nahezu unkorreliert ist. Nach den Kursverlusten über die letzten zwölf Monate rechnet Hathaway damit, dass der Boden nun erreicht ist. Angesichts der zum Teil hohen Bewertungen bei Aktien rät er Investoren dann indirekt zum Kauf. Es sei clever, Google für Gold zu verkaufen, sagte er wörtlich übersetzt.

Kaufkrafterhalt und Risikomanagement
Auch die Experten des World Gold Council rühren fleißig die Werbetrommel für Gold-Investments. In einer aktuellen Publikation heben sie unter anderem zwei Funktionen hervor: Gold sei zum einen ein idealer Inflationsschutz, mit dessen Hilfe Anleger langfristig ihre Kaufkraft erhalten können. Zum anderen sei Gold sinnvoll, um die Risiken im Portfolio zu reduzieren. Gründe dafür sind die geringe Korrelation zu anderen Anlagekategorien sowie die nachfragespezifische und regionale Streuung. (dw)