Investors, you suck! Ihr seid scheiße! Der "Business Insider" spart nicht mit Zynismus, wenn es darum geht Investoren den Spiegel vorzuhalten. Menschen sind einfach schlechte Investoren, schreibt das New Yorker Online-Magazin weiter, und hat damit leider nicht ganz unrecht, wie man an einem Chart von JP Morgan Asset Management erkennen kann. 2,5 Prozent hat ein durchschnittlicher Investor zwischen 1994 und 2013 pro Jahr erwirtschaften und damit gerade noch die Inflation ausgleichen können. Zum Vergleich: Immobilienaktien haben im selben Zeitraum mehr als zehn Prozent Rendite erzielt.

Der Beitragsverfasser, Business-Insider-Redakteur Sam Ro, weiß auch, woran es liegt: "Wir können nicht anders, als genau dann zu investieren, wenn die Preise hoch sind – aus Angst etwas zu verpassen. Und wir verschleudern diese Investments erst nachdem die Preise gefallen sind – aus Angst sogar noch mehr zu verlieren", lautet seine Erklärung. Dass Emotionen bei der Geldanlage nicht unbedingt förderlich sind, müsste inzwischen hinlänglich bekannt sein, und dennoch unterlaufen Investoren immer dieselben Fehler. Und vermutlich wird sich daran auch so schnell nichts ändern. (dw)

Mensch gegen Asset-Klasse
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Der Chart zeigt die annualiserte Performance eines durchschnittlichen Investors in Relation zu Immobilienaktien (REITs), Erdöl, dem S&P 500, Aktien von Industrienationen außerhalb Nordamerikas (EAFE), Gold, Anleihen und Immobilien zwischen 1994 und 2013; Quellen: JP Morgan Asset Management, Business Insider