Der Zinseszinseffekt: Für zahlreiche Anlageprofis ist er so etwas wie das achte Weltwunder. Nicht ganz zu Unrecht, denn dank dieser unsichtbaren Kraft, die erst mit den Jahren ihre volle Wirkung entfaltet, können selbst aus kleinen Startgeldern und überschaubaren Monatsraten längerfristig stattliche Vermögen werden. Denn nicht nur der Startbetrag, auch alle zwischenzeitlich anfallenden Zinserträge werden ein Jahr später erneut mitverzinst. Je mehr Jahre also zur Verfügung stehen, desto besser.

Fondssparen ist cleverer Weg zum Vermögen
Ausdauer und Disziplin werden belohnt, und dank des Zinseszinseffekts genügen schon moderate Renditen, damit der Vermögensaufbau gelingt. Mangels ernstzunehmender Alternativen setzen Bundesbürger verstärkt auf Fondssparpläne. Zu Recht, wie die aktuelle Wertermittlung des Bundesverbands Investment und Asset Management (BVI) eindrucksvoll belegt.

Ein Beispiel: Ein Sparer steckt 30 Jahre lang Monat für Monat je 100 Euro in einen Fondssparplan, also insgesamt 36.000 Euro (30 x 12 x 100). Sein Fonds ist nicht der Klassenbeste, aber auch nicht der allerschlechteste seiner Kategorie. Ende September 2015 hätte der Sparer im Bestfall, dass er sich vor 30 Jahren für die renditestärkste Fondskategorie entschieden hat, mit einem durchschnittlich guten Aktienfonds Deutschland auf seinem Depotauszug 100.061 Euro stehen, also 64.061 Euro dazuverdient – macht eine jährliche Rendite von 6,6 Prozent, und das nach Abzug aller zwischenzeitlich in Rechnung gestellten Ausgabeaufschläge!

Selbst im ungünstigsten Fall, dass der fiktive Sparer 30 Jahre lang jeweils 100 Euro monatlich in einen vergleichsweise wenig lukrativen offenen Immobilienfonds eingezahlt hätte, wäre am Ende mit 68.443 Euro im Schnitt immer noch mehr für ihn herausgesprungen als das, was ein herkömmliches Sparbuch bei einer Durchschnittsrendite von 3,3 Prozent simultan eingebracht hätte. Hier läge der Sparsaldo nur bei insgesamt 61.019 Euro. (ps)


Die komplette BVI-Auswertung mit weiteren Fondsarten und anderen Sparzeiträumen finden Sie im Anschluss als PDF-Dokument zum Download.