Anleger sind voller Optimismus ins neue Jahr gestartet. Laut einer Umfrage des Depotbank-Dienstleisters Ebase haben dessen Kunden im vierten Quartal 2021 ihre Wertpapierinvestments noch einmal deutlich ausgebaut. Vor allem hätten sie dabei auf asiatische oder internationale Fonds zurückgegriffen. "Das spricht dafür, dass die Anleger von einem weiter robusten Wirtschaftswachstum ausgehen und nicht erwarten, dass Risikofaktoren wie die Corona-Pandemie oder die inflationäre Entwicklung zu einem Einbruch führen", sagt Ebase-Geschäftsführer Kai Friedrich. 

Schon im Vorjahr 2020 war die Handelsaktivität der Ebase-Kunden sehr hoch. Dennoch sei ihre Handelsaktivität bei aktiv gemanagten Fonds im vierten Quartal durchschnittlich auf sage und schreibe 186 Prozent des Vorjahresdurchschnitts gestiegen. Nicht nur Aktienfonds, insbesondere auch Mischfonds waren für Anleger interessant. Die Fondskäufe waren hier im vierten Quartal laut Ebase fast doppelt so hoch wie die Verkäufe. "Eine erhöhte Nachfrage konnten wir hier vor allem bei Mischfonds feststellen, die in Deutschland und den USA anlegen", sagt Friedrich.

Mehr Käufe als Verkäufe
Auch passive Produkte sind gefragt. Die Handelsaktivität bei ETFs ist auf 153 Prozent des Vorjahresdurchschnitts gestiegen. Auch in dieser Anlageklasse lag der Handel bereits 2020 auf einem sehr hohen Niveau. "Erfreulicherweise ist festzuhalten, dass im vergangenen Jahr sowohl bei aktiv gemanagten Fonds als auch bei ETFs die Kunden der Ebase in jedem einzelnen Monat mehr Neuinvestments getätigt haben als Anteile verkauften", sagt Friedrich. (fp)