Anfang Februar hat die Wienwert-Mutter WW Holding AG einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung) beim Handelsgericht Wien, eingebracht. Nun hat das Unternehmen bekanntgegeben, dass der Sanierungsplan zurückgezogen wurde und somit das Insolvenz- automatisch in ein Konkursverfahren umgewandelt wird. Laut WW Holding wurde dies in Abstimmung mit dem Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Norbert Abel, entschieden. Die Gesellschaft soll demnach geschlossen und abgewickelt werden.

900 Anleger betroffen
Von der Pleite sind an die 900 Anleger betroffen. Das Unternehmen hat noch 16 Anleihen im Ausmaß von rund 34,4 Millionen Euro ausstehen. Insgesamt stehen den Aktiva von rund 18,83 Millionen Euro, laut dem Kreditschutzverband von 1870, Passiva von 55,36 Millionen Euro gegenüber. Darunter befinden sich Verbindlichkeiten aus begebenen Anleihen in Höhe von 34,4 Millionen Euro sowie besicherte Bankverbindlichkeiten in Höhe von 2,7 Millionen Euro und Verbindlichkeiten aus Haftungsübernahmen von 6,1 Millionen Euro. 

Zwei Kuratoren bestellt
In ihrem Antrag auf Verfahrenseröffnung hat das Unternehmen bei Gericht bereits die Bestellung von zwei Kuratoren für die Anleiheinhaber (Teilschuldverschreibungskurator) beantragt.  Diesem Antrag wurde mittlerweile vom Handelsgericht Wien entsprochen und die Rechtsanwälte Georg Freimüller und Susi Pariasek als Kuratoren bestellt. Anleihegläubiger müssen ihre Forderungen daher nicht selbst anmelden. (gp)