Vor allem online werden Kreditsuchende momentan häufig mit Angeboten zur Finanzsanierung konfrontiert. Die Plattform "Watchlist Internet" warnt, dass es sich dabei oft um unlautere Dienste handelt.

Die Dienstleister würden versuchen, den Kunden eine teure Finanzsanierung anzudrehen, obwohl diese etwas anderes gesucht haben. Anders als in der Werbung versprochen, gibt es keinen Kredit, sondern eine Schuldenregulierung. "Diese ist in Österreich kostenlos erhältlich, weshalb bei kostenpflichtigen Angeboten zu Abstand zu raten ist", schreiben die Experten in einer Aussendung. Schuldenregulierungen werden von den staatlich anerkannten Schuldenberatungsstellen in Österreich gratis durchgeführt. 

Rücktritt und nicht zahlen
Auch die Arbeiterkammer kennt die Problematik. Wer bereits kostenlose Anfragen bei einem der Finanzsanierungsunternehmen gestellt hat und nun Gebührenforderungen erhält, solle nicht zahlen. Für eine kostenlose Anfrage dürfen keine Zahlungen verlangt werden. Sollte man bereits Vertragsunterlagen unterzeichnet haben, obwohl man einen Kredit und keine Finanzsanierung wollte, so rät die Arbeiterkammer Oberösterreich zu einem Rücktritt. Ein Musterformular findet sich im Onlineangebot der AKOÖ (externer Link).

Eine Liste der AKOÖ nennt Unternehmen, die keine Kredite, sondern lediglich kostenpflichtige Finanzsanierungen anbieten (Stand 16.08.2022). Dort befinden sich beispielsweise folgende Webseiten: az-finanzmanagement.at, credivisor.at, debitoria.at, expressfinanz.ch, finance-enterprise.com, finmove.net, kreditcenter24.org, kredit-ohne-auskunft.at, lfirst-ag.ch, max-liquid.com, phoenix-ag.ch, wiener-finanzhaus.at. (eml)