Österreichs Aufsichtsbehörde FMA warnt aktuell vor einem besonders dreisten Anbieter von Kryptowährungen. Die Crypto Hedge Fundings, welche angeblich in Salzburg ansässig ist, behauptet auf ihrer Webseite: "Im Juli 2016 durchlief Crypto Hedge Fundings den Gründungs- und Zertifizierungsprozess in Österreich und wurde von der FMA zugelassen."

Das stimmt so nicht, kontert die Aufsichtsbehörde und spricht daher einmal mehr eine ihrer Warnmeldung aus: Laut FMA sei die Firma nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Anbieter daher die gewerbliche Entgegennahme fremder Gelder als Einlage (Einlagengeschäft gemäß Paragraf 1 Abs 1 Z 1 BWG) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im aktuellen Jahr bereits 92 Warnmeldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten) und damit den Spitzenwert vom Vorjahr übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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